Authentizität gilt als erstrebenswert. Ob in der Politik, in der Kunst, in den Medien im Beruflichen oder im Privaten – als authentisch wahrgenommen zu werden ist ein Qualitätsmerkmal und macht auch noch glücklich. Doch was macht einen authentischen Menschen aus? Geht es denn wirklich um Echtheit, Wahrhaftigkeit und Natürlichkeit, oder hat sich der Begriff längst ins Gegenteil verkehrt, so dass das Authentische heute vielmehr die perfekte Inszenierung eines klar definierten Stils ist? Gibt es bestimmte Tricks, die uns als glaubwürdige und wahrhaftige Persönlichkeit erscheinen lassen? Wie verhält es sich mit den Rollen, die wir entsprechend der gesellschaftlichen Kontexte, in denen wir uns bewegen, spielen?

Fosca pflegt René. Fosca ist unsterblich. René ist es nicht. 
edgarundallan untersucht die sensible Thematik aktueller Pflegesituationen und verbindet Leben mit Unsterblichkeit. Herzschrittmacher, Verjüngungskuren und künstliche Hüften, wodurch und wie lange können wir uns vor unserer eigenen Sterblichkeit verstecken? Die theatrale Untersuchung führt durch alle Alters- und Pflegestufen und landet bei den Darsteller♥innen selbst, die sich ihrer eigenen Pflegebedürftigkeit stellen.

„Mit dem Wissen um die Möglichkeit eines superluminaren Kollaps steht die Menschheit unausweichlich einer Veränderung gegenüber. Wir befinden uns in einer Situation, in der alles wahrscheinlicher scheint als der Erhalt des status quo.“ (Dr. I. Ortrich, Progressive Tag Null Entwicklung)

Die Welt in Aufruhr: eine Katastrophe steht kurz bevor, passiert grade, oder war vielleicht schon gestern. Man versucht zu verstehen, zu analysieren, zu forschen, abzuwenden - alles mit ungewissem Ausgang. In irgendeine Richtung geht es immer weiter. Die Zeit ist knapp und die Probleme komplex; eine schlechte Kombination, wenn es darum geht eine brauchbare Lösung zu finden.

Sie sagt, sie sei irgendwie anders.
Arbeitet sie nicht als Putzfrau, fragt er.
Und er meint, dass sie glaubt etwas Besseres zu sein.
Sie ist ein Genie, denkt er bei sich.
Und sie weiß, dass sie am liebsten in der Bibliothek ist.
Ihre Klamotten sind seltsam, finden beide.
Und laute Geräusche mag sie nicht, sagt er.

Stell dir vor, du wärst irgendwo zwischen Bergen und Seen. Welchen Weg du auch einschlägst, auf einmal stehst du, wo der Bach am breitesten ist. Eine Zauberkraft ist da am Werk. Der ärgste Träumer in der tiefsten Versunkenheit - du stellst ihn auf die Beine und lässt ihn gehen, er wird ans Wasser finden. (H. Melville – Moby Dick)

TOODRYTOCRY ist eine Theaterperformance über Sehnsucht, Verführung und Angst. Die Performerinnen setzen ihre Körper in Beziehung zu Bildern von Flüssigkeiten, zu einer Metaphorik der Fluten, Ströme und Wellen. Sie erzählen von Wesen, die in diesen Flüssigkeiten leben und ihre Stimmen gegen trockenes Land tauschen; sie erzählen von Körpern und Gemeinschaften, die durch diese Wesen bedroht werden. Sie lösen sich auf zu Sumpf, Schmutz und Gewimmel und sie bauen Dämme, um sich davor zu schützen.

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Die deBühne hat Premiere!

Ab sofort gibt es im Theaterhaus einen Ort für erste Inszenierungen und Debüts aller Art.

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