Der BÜROKRATIE SCHREDDER 2018 in den letzten Zügen. Die Testläufe sind abgespielt, Feedback wurde diskutiert und der Festival-Spielplan wurde erstellt. Zeit um schon einen ersten Rückblick auf die vergangene Zeit zu wagen:

Alles fing an mit dem Thema BÜROKRATIE:

Das Nachwuchstheaterformat SCHREDDER stellt vier Gruppen oder Einzelpersonen ein Produktionsbudget, Probenräume im Theaterhaus Hildesheim e.V. und dramaturgische Unterstützung zur Seite. Die Aus- wahl der Gruppen erfolgt erstmalig nicht über eine externe Jury, sondern durch die Bewerber*innen selbst: am sog. PITCH-Wochenende im Januar 2018 werden die Teilnehmenden nach demokratischem Prinzip gewählt. Die Bewerber*innen stellen gemeinsam die Kriterien für die Auswahl auf. Der Austausch mit den anderen teilnehmenden Gruppen hilft, die eigene Arbeit zu reflektieren. Nach fünf Tagen Probenzeit lädt jede Gruppe zu einem Testlauf ein, der Einblicke in ihre Forschungsarbeit bietet. Nach allen Testläufen folgt eine zweite Probenphase mit anschließendem SCHREDDER-Festival (April 2018) im Theaterhaus Hildesheim e.V. Es be- steht die Möglichkeit die Inszenierungen nach einer dritten Probenphase bei einem Gastspiel erneut zu präsentieren.

„Alle schlechten Eigenschaften entwickeln sich in der Familie. Das fängt mit Mord an und geht über Betrug und Trunksucht bis zum Rauchen.“ - Alfred Hitchcock.

Wir sind alle Teil einer FAMILIE, ob es die leibliche ist, oder die selbst gesuchte, ob  man sie eng um sich schart oder versucht, sich ihr zu entziehen. Die FAMILIE ist die Keimzelle, in der alles beginnt und die kleinste Einheit gesellschaftlichen Zusammenlebens. FAMILIE heißt Zugehörigkeitsgefühl, Vertrauen, Herkunft und Heimat, genauso aber auch Verpflichtungen, Kindheitstrauma, Ehrgefühle, Stolz.

Ist Blut wirklich dicker als Wasser? Wie werden wir was wir sind? Welche Modelle von Familie können wir denken? Was macht Familienfeste so nervenaufreibend? Wie wollen wir zusammenleben?

Der SCHREDDER ist ein Nachwuchstheaterformat, das jungen Nachwuchskünstler*innen eine Plattform zum Ausprobieren und Präsentieren innovativer Theaterästhetiken gibt. Vier Gruppen oder Einzelpersonen erhalten ein Produktionsbudget, Probenräume im Theaterhaus Hildesheim und dramaturgische Unterstützung. Nach fünf Tagen Probenzeit lädt jede Gruppe zu einem Einblick in ihre Arbeit (betatest) ein, woraufhin eine zweite Probenphase mit anschließender Premiere beim SCHREDDER-Finale folgt. Eine unabhängige Jury kürt eine Gewinnerproduktion, welche die Möglichkeit bekommt, ihre Inszenierung nach einer dritten Probenphase nochmals im Theaterhaus Hildesheim und im LOT Theater Braunschweig zu präsentieren.

 

Probenzeitraum: 14. Februar bis 02. April 2016

Finale: 01. und 02. April 2016

STADT – Zwischen Kleinstadt und Megaplex wächst und schrumpft eine urbane Landschaft. Sie ist die Bühne, auf der wir uns tagtäglich bewegen. Die Stadt ist anonym als auch identifizierend, ein Netz sozialer Interaktionen. Sie ist Lebensraum, Heimat, Feindbild. Ein universelles Subjekt, bürokratisch und mythenumwoben, statisch und im Wandel begriffen.

Zum siebten Mal wird der Schredder angeworfen und vier Gruppen bekommen die Chance, ausgestattet mit Probenzeit und Budget, die Stadt zu erkunden und dem Publikum neu zugänglich zu machen.

Wie lassen sich städtische Strukturen erfassen und gestalten? Welche Verhaltensweisen geben sie vor? Wo beginnt Stadt und wo hört sie auf?

Die Proben im Theaterhaus finden in zwei Phasen statt. Die erste Phase dauert acht Tage. Am fünften lädt die Gruppe zu einem Beta-Test ein. Den Gruppen ist selbst überlassen, wie sie dieses Format füllen. Ob mit einer öffentlichen Probe, eine Versuchsanordnung, Stadtführung, Podiumsdiskussion oder etwas ganz anderem. Nach einer zweiten Probenphase präsentieren dann alle Gruppen beim Finale am 17./18.April im Theaterhaus und der Stadt Hildesheim.

Der STADT-Schredder legt einen noch stärkeren Fokus auf das Thema der künstlerischen Forschung. Daher lädt der Schredder ein, künstlerische Arbeitsansätze in Bezug auf das Thema Stadt mit Referent_innen aus Wissenschaft und künstlerischer Praxis im Rahmen einer eintägigen Tagung am 30.April zu diskutieren.

 {text}

Von Verona bis Venedig / über König Lear zu Macbeth /

vom höchsten Balkon des Hauses Capulet / bis zum verstaubtesten Schädel, den Hamlet jemals in seiner Hand gehalten hat /

es ist soweit:

Zum sechsten Mal heißt es im Theaterhaus Hildesheim: Es wird geschreddert! Nach den Begriffen Schiller, Bibel, Kapitalismus, Deutschland und Afrika widmet sich die diesjährige Ausgabe einer Persönlichkeit, die seit fast einem halben Jahrtausend einen unanfechtbaren Platz im Theater behauptet. Ob man will oder nicht, an diesem Dichter und Theatermacher – sofern es ihn als konkrete Person gab – kommt man nicht vorbei. Die Rede ist von William Shakespeare. Im April 2014 jährt sich zum 450. Mal Shakespeares Geburtstag. Das soll gefeiert und geschreddert werden. Wie verhält man sich zum wohl bekanntesten und meistinszenierten Dramatiker der Welt? Ist es möglich, im zeitgenössischen Theater neue Blicke auf ein Phänomen zu werfen, das das Theater maßgeblich mitgeprägt hat? Auf diese Fragen suchen wir Antworten. Ihr seid herzlich eingeladen mitzusuchen. Das Theaterhaus Hildesheim lädt auf ein Neues zu seiner Spielreihe für junge Theatermacher|innen ein. Vier Gruppen stellen sich der Herausforderung, das Phänomen Shakespeare durch eigene Zugriffe und Perspektiven zu beleuchten.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.