Der Bibelschredder ist der Nachfolger des Schillerschredders. Der Schredder ist als Werkstattplatz konzipiert, wo sich junge TheatermacherInnen mit einem Thema auseinandersetzen und zu diesem spannende Theaterformate entwickeln.
Der Bibelschredder fand über vier Wochen im März 2010 statt. Am Ende jeder Woche stand eine Aufführung, am 10./11. April gab es ein Wochenend-Festival, bei welchem alle Projekte noch einmal gezeigt wurden.
Dem Schredder ist es wichtig, dass über die entstandenen Produktionen reflektiert werden kann. Darum gab es im Rahmen des Festivals ein abschließendes Symposium in der Citykirche. Moderiert wurde es von Pastorin Nora Stehen und Florian Frenzel, Mitarbeiter des Instituts für Theater und Medien der Universität Hildesheim. 

 

Warum die Bibel?

Natürlich klingt Bibelschredder zunächst martialisch. Aber uns geht es hier nicht um theatrale Blasphemie, sondern darum, wie man ein solch umfangreiches und für die abendländische Kultur so bedeutendes Werk für das Theater bearbeiten kann. Und dabei kann uns ein Schredder gute Dienste erweisen, denn:
"Wird ein Objekt in den Schredder gegeben, wird dieses in kleine Bestandteile aufgelöst.
Zunächst aber wird das Objekt ausgeschlachtet, Betriebsstoffe werden abgelassen, das Rohmaterial wird gepresst und anschließend durch eine Hammermühle in kleine, etwa faustgroße Teile zerteilt."
Der Bibelschredder ist der Laborversuch des Theaterhaus in dem junge Nachwuchsgruppen das Buch der Bücher zerlegen, analysieren und neu zusammenfügen. Was geschieht mit der Heiligen Schrift im Reagenzglas? Wird‘s bunt? Stinkt‘s? Knallt‘s?

Wer Schiller war, wissen wir alle.

Die Hausreihe im Theaterhaus hat Schiller in den Schredder geworfen.

Wird ein Objekt in den Schredder gegeben, wird es in kleine Bestandteile aufgelöst. Zunächst aber wird das Objekt ausgeschlachtet: das Rohmaterial wird gepresst und anschließend in kleine, etwa faustgroße Teile zerteilt. Dies ermöglicht dem Entsorger eine Sortierung der Reststoffe zum anschließenden Recycling.
Vier junge Künstlergruppen haben Schiller recycelt und aus seinen Einzelteilen innovative Produkte geschaffen: an vier Abenden im April und Mai 2009 war jeweils ein Schillerdrama in einem neuen Theaterformat zu sehen. Es gab getanzte Regieanweisungen, viele Infos über das Brennverhalten von Scheiterhaufen, die Entstehung eines neuen Nationalhelden und die letzten Tage Schillers im Schnelldurchlauf.

Während des Produktionsprozesses wurden die Künstler/Innen von Mentor/Innen begleitet, um ihre Arbeit zu reflektieren. Im Juni 2009 fand ein Symposium statt, an dem die entstandenen Ergebnisse diskutiert wurden.

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