Wer Schiller war, wissen wir alle.

Die Hausreihe im Theaterhaus hat Schiller in den Schredder geworfen.

Wird ein Objekt in den Schredder gegeben, wird es in kleine Bestandteile aufgelöst. Zunächst aber wird das Objekt ausgeschlachtet: das Rohmaterial wird gepresst und anschließend in kleine, etwa faustgroße Teile zerteilt. Dies ermöglicht dem Entsorger eine Sortierung der Reststoffe zum anschließenden Recycling.
Vier junge Künstlergruppen haben Schiller recycelt und aus seinen Einzelteilen innovative Produkte geschaffen: an vier Abenden im April und Mai 2009 war jeweils ein Schillerdrama in einem neuen Theaterformat zu sehen. Es gab getanzte Regieanweisungen, viele Infos über das Brennverhalten von Scheiterhaufen, die Entstehung eines neuen Nationalhelden und die letzten Tage Schillers im Schnelldurchlauf.

Während des Produktionsprozesses wurden die Künstler/Innen von Mentor/Innen begleitet, um ihre Arbeit zu reflektieren. Im Juni 2009 fand ein Symposium statt, an dem die entstandenen Ergebnisse diskutiert wurden.

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