Das Förderprogramm deBühne des Theaterhaus Hildesheim e.V. geht 2018/2019 in die nächste Runde. Die deBühne fördert die Professionalisierung junger Theatergruppen, die sich mittelfristig eine feste Form geben wollen und ein Produzieren in der Freien Szene anstreben. Die Ausschreibung richtet sich an junge Theatermacher*innen am Ende ihrer Ausbildung oder ihres Studiums, die ihren Wohnsitz in Niedersachsen haben.

Das Arbeiten unter Freien Bedingungen stellt nicht nur künstlerische, sondern vor allem auch organisatorische Anforderungen an Theaterschaffende. Die Entwicklung von Konzepten, die Antragstellung, die Organisation von Proben- und Aufführungsräumlichkeiten, Ausstattung und personeller Unterstützung, die Umsetzung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur Projektabrechnung gehören zum Alltagsgeschäft. Für viele junge Theatermacher*innen ist das noch Neuland. Der Theaterhaus Hildesheim e.V. unterstützt im Rahmen seiner Hausreihe deBühne drei junge Gruppen bei ihrem Schritt in das Arbeiten unter professionellen Freien Bedingungen. Die ausgewählten Gruppen realisieren eine Produktion und werden dabei finanziell, ideell und beratend durch das Theaterhaus-Team unterstützt und begleitet.

Der Theaterhaus Hildesheim e.V. bietet:

* Teilfinanzierung durch einen Produktionskostenzuschuss (i.H.v. 1.200 €)
* Einführung und Beratung in PR-Konzeption, Öffentlichkeitsarbeit, Antragstellung und Abrechnung
* kostenlosen Probe-, Werk- und Aufführungsraum (9 Probentage und 3 Aufführungstage)
* Workshops zu konkreten Themen freier Produktionsbedingungen 
* gemeinsam zu entwickelnde Nachbereitungsformate
* Austausch mit erfahrenen Freien Theatermacher*innen als Mentor*innen 
Sonderformat für 1 Produktion “deBühne_barrierefrei”: Kooperation zur Übertitelung für Hörgeschädigte und Gehörlose  

Der Theaterhaus Hildesheim e.V. sucht:

* 3 Gruppen
* junger Theatermacher*innen am Ende ihrer Ausbildung oder ihres Studiums
* mit ersten gemeinsamen theaterpraktischen Erfahrungen
* die eine Produktion in Hildesheim planen (ohne Genre- und Spartenbeschränkungen) und ihren Wohnsitz in Niedersachsen haben
* die sich mittelfristig eine feste Form geben wollen und ein professionelles Produzieren und Arbeiten in der Freien Szene anstreben.

Produktionszeitraum
30.04. - 11.05.2019 oder 
21.05. - 02.06.2019 oder
18.06. - 30.06.2019 (deBühne_barrierefrei)

Bewerbungsfrist
05.08.2018

Bewerbung mit Konzept inkl. Kosten- und Finanzierungsplan postalisch an:

Theaterhaus Hildesheim e.V.
deBühne_2018
Langer Garten 23c
31137 Hildesheim

oder per Mail an:

 

FAQ - deBühne 2018

Was soll die Bewerbung umfassen?
Ein aussagekräftiges Konzept, in dem ihr euch, eure Gruppe und euer Projekt vorstellt und kurz erläutert weswegen ihr euch für die deBühne interessiert, sowie einen ausführlichen Kosten- und Finanzierungsplan. Achtung! Die anderen Förderer müssen noch keine Förderzusage erteilt haben. Es geht vor allem darum, dass ihr einen Kosten- und Finanzierungsplan erstellt, aus dem ersichtlich wird, dass ihr euch mit der niedersächsischen Förderlandschaft auseinandergesetzt habt und euch außerhalb des universitären Kontextes etablieren wollt.

Bitte gebt unbedingt auch an welcher der drei deBühne-Zeiträume (bzw. das Sonderformat deBühne_barrierefrei) euch interessiert.

Wer kann sich bewerben?
Junge Theatermacher*innen die sich am Ende ihrer Ausbildung / ihres Studiums befinden oder diese*s vor Kurzem abgeschlossen haben. Als Gruppe solltet ihr bereits (erste) gemeinsame theaterpraktische Erfahrungen gesammelt haben und als solche auch zukünftig zusammenarbeiten wollen. Ihr arbeitet bisher noch nicht professionell in der Freien Szene, strebt dies jedoch an.

Was bietet der Theaterhaus Hildesheim e.V.?
Als ausgewählte Gruppe erhaltet ihr einen Produktionskostenzuschuss in Höhe von 1.200 € vom Theaterhaus, der als Teilfinanzierung zu betrachten ist. Außerdem stellen wir euch die Räumlichkeiten des Theaterhauses in Hildesheim für 9 Proben- und 3 Aufführungstage kostenlos zur Verfügung. Während dieses Zeitraums könnt ihr die Technik und Infrastruktur des Hauses nutzen. Für die Aufführungen stellen wir euch eine Abendspielleitung inklusive Betreuung der Kasse und der Theke.

Die deBühne-Gruppen erhalten direkt nach der Zusage ein kleines individuelles Coaching von uns zum jeweiligen Antrag, Kosten- und Finanzierungsplan und für das Projekt in Frage kommenden Förderern (und später dann auch dessen Abrechnung).

Im September wird es den Workshop zu „How to – Anträge“ geben, damit ihr die Erkenntnisse hieraus direkt in die aktuelle Antragsrunde und euer deBühne-Projekt einfließen lassen könnt.
In weiteren Workshops werden einzelne Themen des Produzierens, bzw. der Produktionsbedingungen in der Freien Szene intensiv behandelt. Neben „How to - Anträge“, sind dies „Rechtliche Grundlagen der Kulturarbeit“ sowie “Netzwerkbildung & Profilschärfung“.

Ergänzend findet ein „Netzwerktreffen“ zum Austausch und Kennenlernen weiteren niedersächsischen Institutionen der Freien Szene statt.

Darüber hinaus erhaltet ihr von uns eine Einführung und begleitende Beratung in PR-Konzeption, Öffentlichkeitsarbeit, sowie Abrechnung und wir stehen euch bei allen anderen Fragen, die vor, während und nach eurer deBühne-Zeit auftauchen gerne beratend zur Seite.

Für den künstlerischen Diskurs stellen wir euch erfahrene Freie Theatergruppen als Mentor*innen zur Seite.

Was heißt deBühne_barrierefrei?
In der deBühne 2018 / 2019 bietet das Theaterhaus wieder ein Sonderformat an – die deBühne_barrierefrei. Diese beinhaltet eine Kooperation zwischen dem Theaterhaus Hildesheim und dem Seminar „Theaterübertitelung“ des Instituts für Übersetzungswissenschaften und Fachkommunikation der Stiftung Universität Hildesheim (unter Prof. Dr. Nathalie Mälzer). Im Rahmen dieser Kooperation hat eine deBühne-Gruppe die Möglichkeit ihre Produktion durch die Übertitelung für Gehörlose und Hörgeschädigte zugänglich zu machen.

Bislang gab es 2 deBühne_barrierefrei-Produktionen, die den Übertitel auch ästhetisch in ihre Produktionen eingebunden haben und damit auch neue Spielformen für sich entdecken konnten.

Bis wann muss sich beworben werden?
Die Bewerbungsfrist endet am Sonntag, dem 05.08.2018. Im Anschluss werden wir die eingegangenen Bewerbungen sichten und Mitte August eine Auswahl treffen, so dass ihr zeitnah eine Antwort von uns erhaltet. Die Antwort enthält auch eine Begründung für eine Zu- oder Absage.

In welchem Zeitraum kann produziert werden?
Aufgrund des normalen Spielbetriebs im Theaterhaus sind die Zeiträume, in denen im Theaterhaus gearbeitet werden kann fix. Es stehen drei Zeiträume in 2019 à 12 Tage zur Verfügung: 30.04.2019 - 11.05.2019  oder 21.05.2019 - 02.06.2019 oder 18.06.2019 - 30.06.2019 (deBühne_barrierefrei). In diesen 12 Tagen sind 3 Aufführungstage enthalten.

Da das Theaterhaus im Rahmen der deBühne_barrierefrei mit dem Seminar „Theaterübertitelung“ des Instituts für Fachkommunikation und Übersetzungswissenschaften an der Stiftung Universität Hildesheim kooperiert, ist - sollte eine deBühne_barrierefrei zustande kommen - hierfür der letzte Zeitraum im Juni 2019 ist vorgesehen.

Wann finden die Workshops statt?
Da es sich in den vergangenen Jahren als schwierig herausgestellt hat, Termine für die Workshops gemeinsam mit den jeweiligen deBühne-Gruppen festzulegen, handhaben wir das in der kommenden deBühne anders. Die Workshops werden bereits im Vorfeld terminiert und wir bitten die Gruppen sich die Termine freizuhalten.  

Der erste Workshop „How to Anträge“ findet bereits im September 2018 statt. Er wird an einem Tag zwischen dem 25. und 28.09.2018 durchgeführt.

Für die anderen Workshops werden derzeit noch Termine gesucht. Sie werden jedoch alle noch in 2018 liegen.

Was muss beim Erstellen des Kosten- und Finanzierungsplanes beachtet werden?
Die Gestaltung des Kosten- und Finanzierungsplanes ist den Gruppen selbst überlassen. Einige Modalitäten gilt es jedoch zu beachten:

1.) Der Produktionszuschuss von 1.200 € seitens des Theaterhaus Hildesheim e.V. ist als Teilfinanzierung zu betrachten. Dementsprechend darf dies nicht die einzige Finanzierungsquelle sein.

2.) Förderer, die bereits das Format deBühne fördern, können nicht als Förderer für die Produktionen angefragt werden, da es sonst zu einer Doppelförderung käme. Die Reihe deBühne wird durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Stiftung Niedersachsen sowie die Stabsstelle für Kultur und Stiftungen der Stadt Hildesheim gefördert. (Radio Tonkuhle ist Medienpartner der Reihe deBühne.)

3.) Die Eintrittspreise für die Aufführungen legt ihr selbst fest und erhaltet auch die gesamten Eintrittseinnahmen, die euren zu erbringenden Eigenanteil im Rahmen des Kosten- und Finanzierungsplans ausmachen. Nehmt diesen Posten also in euren Kosten- und Finanzierungsplan auf.

4.) Zur Professionalisierung gehört unserer Ansicht nach, das Zahlen von fairen Löhnen und Gagen. Dies solltet ihr in eurem Kosten- und Finanzierungsplan beachten.

 

WICHTIG: Da die Erstellung eines stimmigen Kosten- und Finanzierungsplans, sowie die Suche nach geeigneten Förderern bereits vor der eigentlichen Zu- bzw. Absage der Teilnahme bei der deBühne stattfinden muss, diese Arbeit aber gerade im Zuge der Professionalisierung eine zu erlernende Tätigkeit ist, bieten wir für alle während des Bewerbungsverfahrens Beratungen zur Erstellung des Kosten- und Finanzierungsplanes an. Bei Fragen oder dem Wunsch einer Rückmeldung zum Kosten- und Finanzierungsplans wendet euch an uns.

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