COMINGOUT | Vor Sonnenaufgang von Sophie Blomen & Kriegsrahmen von María Giacaman

Performance
Datum: Samstag, 8. Mai 2021 18:00 Veranstaltungsort: Schauspiel Hannover

Im Mai 2021 wird die Cumberlandsche Bühne zur Plattform für Abschlussarbeiten von Theater­ und Medienstudierenden. In einer einzigartigen Kooperation werden Studierende auf ihrem Weg in die Professionalität begleitet. Gezeigt wird: Worüber grübeln, woran forschen und proben die künftigen Theatermacher*innen? Wohin geht die Reise der Darstellenden und Medialen Künste?

ComingOut ist eine Kooperation zwischen dem Schauspiel Hannover, dem Theaterhaus Hildesheim und der Universität Hildesheim – Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur.

Die Preisträgerinnen: Vor Sonnenaufgang von Sophie Blomen Kriegsrahmen von María Giacaman.

Die ComingOut-Aufführungen finden in diesem Jahr online auf der Digitalen Bühne des Schauspiel Hannover statt: https://www.staatstheater-hannover.de/de_DE/programm-schauspiel/digitale-buehne-comingout.1276787 Mit anschließendem Nachgespräch auf Zoom.

Vor Sonnenaufgang von Sophie Blomen
frei nach Gerhart Hauptmann

Ende des 19. Jahrhunderts denkt sich Gerhart Hauptmann die Figur Helene aus, um an ihr und ihrer Familie die Auswirkungen des gesteigerten Alkoholkonsums ihres Milieus zu erzählen. Er erschafft eine Figur, die daran leidet, Tochter eines Trinkers zu sein, deren Herz gebrochen wird und die es, bis zu ihrem Selbstmord, nicht schafft, sich von ihrem familiären Kontext zu emanzipieren.

Sophie Blomen, Vera Moré und Max Reiniger sprechen, umkreisen und durchkreuzen den dramatischen Text Hauptmanns. Sie erweitern ihn um ihre eigenen und imaginierten Perspektiven und schlagen für die Konstruktion der Helene mehr als eine einzelne Stimme vor. Helenes Geschichte steht so exemplarisch für Eine von Vielen. Die Inszenierung nutzt das Theater als Raum, in dem Identitäten, Schicksal und Wirklichkeit immer wieder neu verhandelt werden können.
Inhaltshinweis: Die Inszenierung thematisiert Alkoholismus und seine Folgen.

Von Sophie Blomen (Idee und Produktion), Sophie Blomen, Vera Moré, Max Reiniger (Performance, Konzept, Text, Musik), Kristina Schmidt (Bühne und Kostüm), Leona Koldehoff (Dramaturgische Beratung)
Foto © Nola Anwar

Mit Unterstützung von Landesverband Freie Theater in Niedersachsen e.V.
Gefördert durch: Landschaftsverband Hildesheim, Heinrich Dammann Stiftung, Friedrich Stiftung, Friedrich Weinhagen Stiftung, StuPa Universität Hildesheim, BürgerStiftung Hildesheim, Studentenwerk OstNiedersachsen, Regionalrat Hildesheim.

Kriegsrahmen von María Giacaman

„I felt there was no limit between this piece of paper and my body. Almost as a reflex, my body imitated that other body.“

Ignacia ist in ihrem Dorf in Ancud, im Süden von Chile, als die Foto-Frau bekannt. Sie steht auf der Bühne, um uns durch ihren Körper, ihre Gesten und ihre Stimme Fotografien von Kriegen und Konflikten der Welt zu zeigen. Jedes Bild entspricht einem Ereignis zwischen den Jahren 1989 und 2021 – ab ihrem Geburtsjahr bis heute. Ihre Performance ist ein Ritual, bei dem ihre Gesten auf vergangene Kriege und Konflikte verweisen. Foto-Frau lädt die Zuschauenden zu einer sinnlichen Erfahrung ein, um über Fragen von Gewicht nachzudenken: Wie entsteht Krieg in unseren Köpfen? Wie wird Krieg dargestellt? Und was macht es mit uns, das Leiden anderer zu betrachten? 

Eine szenische Forschung in Komplizinnenschaft von Ignacia González (Performance), María Giacaman (Regie), Friederike Hänsel (Licht und Projektionen), Szerafina Schiesser (Sounddesign und Stimme), Linda Bühlmann (Szenographie), Miriam Bini Schmidt (Dramaturgie), Carina Kluge (Produktion), Caroline Kister (Vorproduktion).
Foto © Omar Zyami

 

 

Alle Daten


  • Samstag, 8. Mai 2021 18:00

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