2021 wird für uns ein Jahr des Umbruchs. Wir sind bereits mitten drin. Wo wir im letzten Jahr noch gesagt haben „es brennt, so geht es nicht weiter“, arbeiten wir jetzt an Lösungen für ein gestärktes Theaterhaus. Um die prekäre finanzielle Lage des Theaterhauses abzufedern, wurden 2020 Gespräche mit der Politik geführt und ganze elf Anträge für Projekte, Coronaschutzmaßnahmen und den Erhalt des Theaterhauses verfasst. Dank der bewilligten Mittel ist es uns möglich, unsere Arbeitsbedingungen zu verbessern. Wir sind bereits in neue Büroräume gezogen, optimieren unsere Infrastruktur, erleichtern Prozesse und haben unser Team um eine Buchführungsstelle erweitert. Unser Wunsch ist, diese Stelle auch über 2021 hinaus halten zu können. Die nächste Stelle, die es zu besetzen gilt, wird die der Geschäftsführung sein.


Die aktuellen, meistens einjährigen Förderungen helfen uns, erste Schritte in eine interne Umstrukturierung zu wagen. Für eine mittelfristige Perspektive sind wir jedoch auf kontinuierliche Förderungen angewiesen. Dabei sind wir auf Kommune und Land angewiesen, stehen weiterhin im engen Austausch mit Politik und Verwaltung und hoffen weiterhin auf eine verstetigte Spielstättenförderung.

 

Was ist die Spielstättenförderung?
Für das Jahr 2021 wurde eine Spielstättenförderung im Nachtragshaushalt des Landes Niedersachsen eingeschrieben. Das Land stellt eine Gesamtsumme in Höhe von 500.000 Euro für die Freien Spielstätten in Niedersachsen zur Verfügung. Eine Arbeitsgruppe aus den Freien Theatern hat sich in den letzten 10 Jahren für diese Förderung eingesetzt. Wichtig ist die Spielstättenförderung und ihre Verstetigung damit Freie Theater wie das Hildesheimer Theaterhaus finanziell besser aufgestellt sind und auch mittelfristig eine Perspektive haben.

Der Theaterhaus Hildesheim e.V. sucht ab sofort zunächst befristet bis zum 31.12.2021 eine*n Mitarbeiter/in für die Buchführung. Die Stelle wird im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung (450€ / Monat mit einem Umfang von~6 Stunden / Woche) ausgeübt.

Das Theaterhaus Hildesheim ist die Spiel- und Probenstätte für Freies Theater in Hildesheim. Am Langen Garten sind wir in vielerlei Hinsicht für die Vernetzung, Interessenvertretung und Unterstützung der Hildesheimer Freien Theater tätig. Die Spielstätte wird sowohl für eigene Projekte und Hausreihen, wie den schauSpielPlatz und die FREI_TREPPE genutzt als auch an Freie Theatergruppen und Einzelkünstler*innen vermietet. Das Besondere an dieser Spielstätte ist, dass das Programm (außerhalb der Hausreihen) nicht kuratiert ist. Die Hausreihen und Projekte konzentrieren sich insbesondere auf die Nachwuchsförderung der Freien Szene, Theater für junges Publikum und inklusive Angebote für hörbeeinträchtigte Menschen.

• Das Theaterhaus Hildesheim sucht kurzfristig eine*n Mitarbeiter*in der*die die Buchführung des Theaterhauses als Entlastung der Geschäftsführung übernimmt. Die Buchführung erfolgt mittels des Buchführungsprogramms Lexware.

Du bringst mit:
* Grundkenntnisse und/oder eine Ausbildung im Bereich der Buchführung
* Erfahrung in der Arbeit mit Lexware oder ähnlichen Buchführungsprogrammen * eigenverantwortliches Arbeiten im Rahmen der Tätigkeit
* Interesse an der Arbeit in einem kleinen Team
* Verlässlichkeit bei Absprachen, Terminen und Fristen
* erwünscht aber nicht erforderlich wäre ein Interesse an der freien Theaterszene

Wir bieten:
* ein hilfsbereites, kollegiales, hierarchiearmes Team
* flexible Zeiteinteilung
* die Möglichkeit zur Mitgestaltung
* die Möglichkeit das Theaterhaus als Arbeitsplatz zu nutzen * Einblick in die Hildesheimer Kulturszene

Liebe Theaterhaus-Community, Mitgliedschaft und Unterstützer*innen,

Aus dem Theaterhaus schenken wir euch warme Wintergrüße und wollen die eintönigen, kalten Tage mit Geschichten füllen. Eine Erste erzählen wir euch im verlinkten Video, dieses ist mehrsprachig aufbereitet. Ihr hört die Geschichte auf Deutsch, seht sie in Gebärdensprache und lest sie auf Türkisch. Viel Spaß, ihr Mäuse.

Jetzt gehen auch wir erst mal in den Winterschlaf und machen eine kräfteschöpfende Pause. Emails werden in dieser Zeit nicht bearbeitet und auch nicht weitergeleitet. Ab dem 11.01.2021 sind wir wieder wie gewohnt zu erreichen und beantworten Nachrichten gerne. Wir danken euch für die Unterstützung im vergangene Jahr und wünschen frohe Feiertage, eine schöne Winterzeit und ein gesundes Jahr 2021!

Wir freuen uns auf euch und hoffen auf baldiges Wiedersehen im nächsten Jahr!
Herzliche Grüße aus dem Theaterhaus Hildesheim

Das SCHREDDER Team 2021 sucht eine (studentische) Leitung für die technische Festival- und Produktionsbetreuung des Verschwörungs SCHREDDERs im Zeitraum vom 15. Januar bis 15. Mai 2021 (genaue Zeiteinteilung wird Mitte Dezember bekannt gegeben).

Die Technische Leitung betreut die vier SCHREDDER-Gruppen und das Festival. Dabei ist sie für die technische Infrastruktur, das Beschaffen und Bereitstellen der Grundausstattung, für die Beaufsichtigung, Abnahme und für Rückfragen zuständig, nicht aber für das Fahren der Vorstellungen. Die Technische Leitung arbeitet dabei in enger Kooperation mit Maria Herles, der Spielstättenleiterin des Theaterhaus Hildesheim. Die Anwesenheit bei allen Testläufen und dem Festival ist erforderlich – für die jeweiligen Aufführungen werden Freikarten ausgestellt. Die Arbeit wird insgesamt mit 1500 € (pauschal) vergütet.

Aber das ist noch nicht alles. Hier kommst du zur kompletten Stellenausschreibung.

Mit den Worten "es brennt" sprechen wir symbolisch über die aktuelle finanzielle Lage des Vereins und gehen damit an die Öffentlichkeit. Darüber berichtet haben bereits die Hildesheimer Allgemeine Zeitung, der Kehrwieder und Radio Tonkuhle.

Wir wollen offen über die Situation reden und euch einen Einblick in das aktuelle Geschehen geben.

Uta wird das Theaterhaus zum Ende des Jahres verlassen, weil sie es gesundheitlich einfach nicht mehr stemmen kann. Denn: Die Geschäftsführung hat nicht mal eine halbe Stelle. Bezahlt werden 14(!) Stunden in der Woche. Insbesondere an Utas Stelle wird das Ausmaß der prekären Arbeitssituation im Theaterhaus deutlich. Lohnbuchhaltung, Projektabrechnung, Fördermittelakquise, Kulturpolitik, Umsatzsteuervoranmeldungen und weitere Aufgaben im Kontakt mit dem Finanzamt und Fördermittelgeber*innen gehören zu den offensichtlichsten und regelmäßigsten Aufgaben. Allein durch diese Aufgaben kommt es dauerhaft zu einer Anhäufung von Überstunden, die weder abgefeiert – dafür fehlt Personal, das sie vertreten könnte, heißt: die Aufgaben würden liegen bleiben – noch bezahlt werden können - wäre Geld da, könnten die Stunden zumindest aufgestockt werden.
Es werden also regelmäßig Überstunden getätigt, um den Aufgaben gerecht zu werden, doch selbst die reichen nicht immer aus. Gleichzeitig ist das Kontingent an Überstunden sowieso begrenzt, da alle Personen im Theaterhaus zweite und dritte Jobs haben, um ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können.

Bild © Mona HofmannMit den Worten "es brennt" sprechen wir symbolisch über die aktuelle finanzielle Lage des Vereins und gehen damit an die Öffentlichkeit. Darüber berichtet haben bereits die Hildesheimer Allgemeine Zeitung, der Kehrwieder und Radio Tonkuhle.

Wir wollen offen über die Situation reden und euch einen Einblick in das aktuelle Geschehen geben.

Uta wird das Theaterhaus zum Ende des Jahres verlassen, weil sie es gesundheitlich einfach nicht mehr stemmen kann. Denn: Die Geschäftsführung hat nicht mal eine halbe Stelle. Bezahlt werden 14(!) Stunden in der Woche. Insbesondere an Utas Stelle wird das Ausmaß der prekären Arbeitssituation im Theaterhaus deutlich. Lohnbuchhaltung, Projektabrechnung, Fördermittelakquise, Kulturpolitik, Umsatzsteuervoranmeldungen und weitere Aufgaben im Kontakt mit dem Finanzamt und Fördermittelgeber*innen gehören zu den offensichtlichsten und regelmäßigsten Aufgaben. Allein durch diese Aufgaben kommt es dauerhaft zu einer Anhäufung von Überstunden, die weder abgefeiert – dafür fehlt Personal, das sie vertreten könnte, heißt: die Aufgaben würden liegen bleiben – noch bezahlt werden können - wäre Geld da, könnten die Stunden zumindest aufgestockt werden.
Es werden also regelmäßig Überstunden getätigt, um den Aufgaben gerecht zu werden, doch selbst die reichen nicht immer aus. Gleichzeitig ist das Kontingent an Überstunden sowieso begrenzt, da alle Personen im Theaterhaus zweite und dritte Jobs haben, um ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können.

Die finanzielle Lage im Theaterhaus
Finanziert wird das Theaterhaus in seiner Basis durch das Land Niedersachsen mit der dreijährigen Konzeptionsförderung - seit 2019 in Höhe von 49.000 €/Jahr (davor waren es 40.000€). Die Stadt Hildesheim bewilligte in 2019 und 2020 eine Strukturförderung in Höhe von 20.000 €. Hinzu kommen Projektmittel für den schauSpielPlatz und die FREI_TREPPE. Die Basisförderung trägt die Miet-, Neben- und Betriebskosten, die Kosten zum Erhalt der Infrastruktur sowie die Löhne von fünf Teilzeitangestellten mit 14 bis 11 Wochenstunden und einem Brutto-Stundenlohn von 14 €.

Die Aufstockung der Mittel durch die Stadt allein reicht bei Weitem nicht aus, um den eigentlichen Bedarf zu sichern. Das Theaterhaus ist langjähriges Mitglied der AG der Spielstätten im Landesverband der Freien Theater. Dort streiten wir für eine Spielstättenförderung vom Land in Höhe von 250.000 € pro Jahr. Aber was zuerst nötig ist: Die Stadt Hildesheim muss sich schon jetzt zu ihrem Theaterhaus und der Freien Szene bekennen.
Gerade, dass das Theaterhaus gleichzeitig als Player für die Kulturhauptstadt gesehen wird und dies auch aufgrund seiner guten und fundierten Arbeit, seiner innovativen Formate, seiner überregionalen Kontakte und der Kraft seiner Mitglieder auch im Hinblick auf Beteiligungen in die Stadtgesellschaft hinein sein könnte, schmerzt.

Wie weiter?
Uta wird das Theaterhaus verlassen. Coaching und ärztlicher Rat lassen sie die Notbremse ziehen. Uta ist eine starke Frau, der das Theaterhaus und die Hildesheimer Freie Szene sehr am Herzen liegen. Sie hat auch sehr lange mit dieser Entscheidung gehadert. Doch der Funke ist schon längst übergesprungen. Der Vorstand kann die Stelle der Geschäftsführung in diesen Strukturen nicht neu besetzen, da dies grob fahrlässig wäre. Wir und der Vorstand sind uns dessen bewusst, dass wir eine gesundheitsgefährdende Stelle ausschreiben würden. Wir können und wollen so nicht länger weitermachen.
Nach einem Gespräch mit dem Land Niedersachsen wird klar: Wenn das operative Geschäft nicht gesichert und gewährleistet werden kann, wird die Konzeptionsförderung (und auch weitere Projektförderungen) nicht ausgezahlt. Die Konsequenz daraus wäre die Schließung des Theaterhauses nach 30 Jahren Kampf und Rechtfertigung. Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht und sie schmerzt sehr, aber wir müssen auch der Realität ins Auge blicken, dass wir eigentlich schon lange lichterloh brennen.

Wir haben am 18. September ein Treffen mit dem Hildesheimer Oberbürgermeister, in dem wir die Situation des Hauses und die damit einhergehenden Folgen darstellen wollen und hoffen noch darauf, dass sich die Stadt mit der Freien Szene und dem Theaterhaus solidarisch zeigt, einspringt und eine Erhöhung der Förderung ermöglicht, um das Theaterhaus noch zu retten. Weitere Treffen wurden von den Grünen, der SPD und von dem Projektbüro Hi2025 angefragt. Zudem haben uns bereits viele Zusprüche und stärkende Worte erreicht, für die wir uns allgemein bedanken wollen.

Wir versuchen euch auf dem neusten Stand zu halten. Dafür nutzen wir unter anderem unsere Facebook-Seite, wo ihr gerne immer mal wieder vorbeischauen könnt.
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