STADT – Zwischen Kleinstadt und Megaplex wächst und schrumpft eine urbane Landschaft. Sie ist die Bühne, auf der wir uns tagtäglich bewegen. Die Stadt ist anonym als auch identifizierend, ein Netz sozialer Interaktionen. Sie ist Lebensraum, Heimat, Feindbild. Ein universelles Subjekt, bürokratisch und mythenumwoben, statisch und im Wandel begriffen.

Zum siebten Mal wird der Schredder angeworfen und vier Gruppen bekommen die Chance, ausgestattet mit Probenzeit und Budget, die Stadt zu erkunden und dem Publikum neu zugänglich zu machen.

Wie lassen sich städtische Strukturen erfassen und gestalten? Welche Verhaltensweisen geben sie vor? Wo beginnt Stadt und wo hört sie auf?

Die Proben im Theaterhaus finden in zwei Phasen statt. Die erste Phase dauert acht Tage. Am fünften lädt die Gruppe zu einem Beta-Test ein. Den Gruppen ist selbst überlassen, wie sie dieses Format füllen. Ob mit einer öffentlichen Probe, eine Versuchsanordnung, Stadtführung, Podiumsdiskussion oder etwas ganz anderem. Nach einer zweiten Probenphase präsentieren dann alle Gruppen beim Finale am 17./18.April im Theaterhaus und der Stadt Hildesheim.

Der STADT-Schredder legt einen noch stärkeren Fokus auf das Thema der künstlerischen Forschung. Daher lädt der Schredder ein, künstlerische Arbeitsansätze in Bezug auf das Thema Stadt mit Referent_innen aus Wissenschaft und künstlerischer Praxis im Rahmen einer eintägigen Tagung am 30.April zu diskutieren.

 


Schredder Finale:


Sechs Wochen haben vier Gruppen zum Thema STADT geforscht, gebaut und geprobt. Sie haben die STADT geschreddert und zeigen nun, was sie daraus zusammen gesetzt haben.

Für diese Gruppen gibt es zwei Preise zu gewinnen. Das Festival-Publikum vergibt einen Publikums-Preis, die Gewinner-Gruppe wird für ein Gastspiel ans LOT-Theater nach Braunschweig fahren. Eine Fachjury wählt das Stadtkollektiv aus, welches eine weitere Produktion im Themenfeld STADT/Hildesheim realisieren darf. Gerahmt wird das Festival durch Vorträge, Workshops und eine Party.

Zeitplan:

WasGruppeStückDatumUhrzeitKarten
Vorabend Livestream der Buchveröffentlichung von Public Art (NOW) 16.04.2015 20:00 nicht nötig
Finale Tag 1 Zwietracht Hildesheim BIG SHITTY LIFE 17.04.2015 15:30 hier
Finale Tag 1 Zwietracht Hildesheim BIG SHITTY LIFE 17.04.2015 18:00 hier
Finale Tag 1 Kollektiv Deschno Broiler Room 17.04.2015 21:00 hier
Finale Tag 2 Gabi Stapler  Planta Urbana  18.04.2015 14:30 hier
Finale Tag 2 Anna Döge, Lena Iversen, Laura Kallenbach   Menschen der Stadt  18.04.2015 12:30 hier
Finale Tag 2 Anna Döge, Lena Iversen, Laura Kallenbach   Menschen der Stadt  18.04.2015 16:30 hier
Finale Tag 2 Gabi Stapler  Planta Urbana   18.04.2015 20:00 hier 

Von Verona bis Venedig / über König Lear zu Macbeth /

vom höchsten Balkon des Hauses Capulet / bis zum verstaubtesten Schädel, den Hamlet jemals in seiner Hand gehalten hat /

es ist soweit:

Zum sechsten Mal heißt es im Theaterhaus Hildesheim: Es wird geschreddert! Nach den Begriffen Schiller, Bibel, Kapitalismus, Deutschland und Afrika widmet sich die diesjährige Ausgabe einer Persönlichkeit, die seit fast einem halben Jahrtausend einen unanfechtbaren Platz im Theater behauptet. Ob man will oder nicht, an diesem Dichter und Theatermacher – sofern es ihn als konkrete Person gab – kommt man nicht vorbei. Die Rede ist von William Shakespeare. Im April 2014 jährt sich zum 450. Mal Shakespeares Geburtstag. Das soll gefeiert und geschreddert werden. Wie verhält man sich zum wohl bekanntesten und meistinszenierten Dramatiker der Welt? Ist es möglich, im zeitgenössischen Theater neue Blicke auf ein Phänomen zu werfen, das das Theater maßgeblich mitgeprägt hat? Auf diese Fragen suchen wir Antworten. Ihr seid herzlich eingeladen mitzusuchen. Das Theaterhaus Hildesheim lädt auf ein Neues zu seiner Spielreihe für junge Theatermacher|innen ein. Vier Gruppen stellen sich der Herausforderung, das Phänomen Shakespeare durch eigene Zugriffe und Perspektiven zu beleuchten.

Afrika – der mythische Sehnsuchtsort, das Versprechen von Ursprünglichkeit und Harmonie mit der Natur. Afrika – der Kontinent der Schwachen und Abhängigen. Tatsächlich verändert sich der Kontinent seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts in atemberaubender Geschwindigkeit. Heute ist « der schwarze Kontinent » kein bloßes Opfer seiner Geschichte mehr. « Afrika » ist « Zukunft ». Umso dringender wird es für uns, einen neuen Blick auf alte Sichtweisen, Stereotype und Gewissheiten zu werfen: Vier Gruppen machen sich auf, das Thema Afrika in seine Einzelteile zu zerlegen und zur Aufführung zu bringen.

Der Schredder ist zurück – hinein werfen wir die ganze Nation. Das Theaterhaus führt seine Spielreihe für junge Nachwuchstheatermacher fort. Wir suchten und fanden vier aufstrebende Gruppen, die sich anschickten, das ganze Land in seine Einzelteile zu zerlegen, eine Auswahl zu treffen, diese in Form zu gießen und zur Aufführung zu bringen. Das Schredder-Festival zeigte alle vier Aufführungen geballt an einem Wochenende.

Fünf Projektgruppen aus jungen Theatermachern und Performancekünstlern haben sich im Rahmen des Schredders mit dem Kapitalismus auseinander gesetzt und brachten ihre Ergebnisse in innovativen Theaterformaten auf die Bühne. Wissenschaft traf künstlerische Praxis, Recherchearbeit mündete in ästhetischer Formentwicklung.
Wir stellten den ausgewählten Projekten ein minimales Produktionsbudget, eine Woche Probenzeit im Theaterhaus-Foyer und einen erfahrenen Künstler als Berater zur Verfügung.
Im März und April 2011 gab es insgesamt fünf Premieren, die am 08./09.04 zusammengefasst zum Schredderfestival 2011 noch einmal komprimiert aufgeführt und von einen spannenden Rahmenprogramm flankiert wurden.

 

 

 

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