Der BÜROKRATIE SCHREDDER 2018 in den letzten Zügen. Die Testläufe sind abgespielt, Feedback wurde diskutiert und der Festival-Spielplan wurde erstellt. Zeit um schon einen ersten Rückblick auf die vergangene Zeit zu wagen:

Alles fing an mit dem Thema BÜROKRATIE:


“Bürokratie ist heute das Wasser, in dem wir schwimmen.“

BÜROKRATIE - Sie ist scheiße, aber wir lieben sie. Formulare treiben uns in den Wahnsinn und versprechen doch Effizienz, Klarheit und vielleicht sogar Gerechtigkeit. Nur müssen die Formulare immer wieder neu aus- gefüllt werden. Denn die Bürokratie will immer wieder neu hervorgebracht werden.

Wir hassen Bürokrat*innen. Wir wissen trotz der versprochenen Trans- parenz nicht genau, wo das Machtzentrum liegt, wir wissen nicht einmal, ob es ein solches Zentrum überhaupt gibt. Bürokratie ist langsam, kalt, un- persönlich, traumhaft bequem und zuverlässig. Ist sie dennoch notwendig? Habt ihr die Demo auch ordnungsgemäß angemeldet? Hat Kafka schon alles geschrieben, was wir über Bürokratie wissen müssen? Warum hängt das Stadttheater immer noch in Strukturen fest, die Firmen schon vor hundert Jahren überwunden haben und mit welchen bürokratischen Hürden müssen sich die freien, darstellenden Künsten herumschlagen?

Der SCHREDDER - einer der Hausreihen des Theaterhaus Hildesheim für junge Theatermacher*innen -  bietet den Anlass die “Bürokratie” in ihre Einzelteile zu zerlegen und eigene Perspektiven und Haltungen dazu zu finden. Nach einer ersten Probenphase haben die vier Hildesheimer Gruppen in den jeweiligen öffentlichen Testläufen ihren Arbeitsstand präsentiert und anschließend zusammen mit dem Publikum diskutiert. Nach einer zweiten Probenphase werden nun alle vier Produktionen beim dreitägigen SCHREDDER Festival vom 06. - 08. April 2018 gezeigt.


 


Den Anfang dazu machte Luise März am 23.02.2018 mit "nameness". Die Ermöglichung einer amtlich offziellen Namensänderung ohne äußeren Anlass und den dazugehörigen bürokratischen Prozess sind die Inhalte mit denen sie sich beschäftig hat.




Eine Woche später am 02.03.2018 folgten avec mit "adieu", die zu einer szenischen Kaffeefahrt einladen mit Fragmenten, Anekdoten und Erkenntnisse aus Gesprächen mit Menschen, die sich beruflich mit dem Tod auseinander setzen.




Der dritte Testlauf fand am 09.03.2018 statt und zeigte Bohne; Müller; Vorgrimmler mit "Musik in der verwalteten Welt", eine Musiktheater-Inszenierung über die Bürokratie in der elektronischen und analogen Musik und deren Verwaltung.




Am 18.03.2018 fand mit "GRB" von Nirgendwie der letzte Testlauf des BÜROKRATIE SCHREDDER 2018 statt. "GRB" ist ein bürokratischer Versuch, die sozialen Aspekte des Office Life effizienter zu gestalten. Die Zuschauer*innen werden per Kurznachrichten durch die Räume eines Büros geleitet.





Ist Bürokratie die Basis unserer Demokratie? Ist Bürokratie das Gegenteil von Korruption, oder die Grundlage dafür? Ist in einem System, in dem Verantwortung bis aufs Letzte aufgeteilt ist überhaupt noch jemand ver- antwortlich? Gibt es intelligentes Leben im Büro? Individuen haben dem Apparat scheinbar nichts entgegenzusetzen, aber wer gegen den Strom schwimmt, gilt trotzdem als gefährlich. Welche Gegenentwürfe lassen sich finden - und welche Antragsfristen müssen wir dabei einhalten?

 

 

 

 

 

Kontakt:

 

Hier gibt es die Ausschreibung und die Termine nochmal zum downloaden.

 

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