Das Konzept des Schredders beruht auf einer simplen Idee: Was immer man in den Schredder hinein gibt – egal wie sperrig, groß und komplex es auch sein mag – wird zerteilt, in einzelne Aspekte zerlegt und dadurch überhaupt erst überschaubar, einsehbar und vielleicht sogar verständlich.

Schon seit 2009 setzen sich jedes Jahr junge Theatermacher*innen mit großen Themen auseinander und verhandeln diese in verschiedenen Theaterformaten auf der Bühne. Recherchearbeit mündet in ästhetische Formentwicklung, Wissenschaft trifft auf künstlerische Praxis.

Welcher Themenkomplex geschreddert werden soll, bestimmt das Leitungsteam.

Nach der Verkündung des Wortes folgte in den vergangenen SCHREDDER-Ausgaben eine Ausschreibungsphase, die den Wettbewerb einleitet. Aus allen eingesandten Konzepten wählte die Leitung vier Nachwuchsgruppen aus, die jeweils eine Woche Probenzeit im Theaterhaus Hildesheim sowie ein Produktionsbudget erhielten, um anschließend einen Zwischenstand (die sogenannte Preview) zu zeigen.
Professionelle Theatermacher*innen unterstützten die Gruppen als Mentor*innen und berieten sie konzeptionell, dramaturgisch, ästhetisch und theaterpraktisch.
Mit neu gewonnenen Feedback ging es in die zweite Probenphase und dann mit der finalen Fassung in den Wettbewerb. Eine unabhängige Jury entschied beim SCHREDDER-Finale welche Produktion die Möglichkeit des Gastspiels gewann und somit die Chance ihre Produktion ein weiteres Mal vor neuem Publikum zu zeigen.

Nach einer kurzen Pause und einer Phase der Neukonzipierung ist der Schredder 2018 wieder da und lädt zu einem Experiment ein. Der Schredder macht es sich zur Aufgabe demokratischer und transparenter zu werden und die Bedingungen für einen experimentellen Forschungsraum für Nachwuchsgruppen zu stärken.

Auch 2018 entschied und verkündete das Leitungsteam das Wort, erstmalig folgte keine Ausschreibung für fertige Konzepte, sondern für das Pitch-Wochenende. Dieses Wochenende bot mit zwei Pitch-Runden die Möglichkeit erste Ideen und Ansätze formal und ästhetisch vorzustellen, direktes Feedback zu erhalten und es umzusetzen, aber auch die andere Position einzunehmen und Ideen und Ansätze der anderen Teilnehmer*Innen zu sehen und zu Feedback zu geben. Erstmalig stimmten nur die Teilnehmer*Innen des Pitch-Wochenendes demokratisch über die Auswahl der vier Festival-Gruppen ab.

Die vier Festival-Gruppen erhalten weiterhin die Möglichkeit jeweils für zwei Probenphasen in das Theaterhaus Hildesheim einziehen und mit den Anregungen, des Pitch-Wochenendes an ihren Produktionen weiterzuarbeiten. Die "Previews" heißen jetzt "Testlauf". Sie münden aber auch weiterhin in ein Dreitägiges Theaterfestival, bei dem die Produktionen Premiere feiern. Gastspiele werden nun nicht mehr von einer Jury als Preise vergeben, sondern im Sinne der Nachwuchsförderung im Vorfeld organisiert und verhandelt.

Das Format Schredder hat sich das Ziel gesetzt Rahmenbedingungen zu schaffen, die erste professionelle Theaterarbeit für junge Nachwuchsgruppen gewährleisten. Freie und experimentelle Forschungsräume  entstehen, um Themenkomplexe kleinteilig auseinander nehmen zu können und Produktionen hervorzubringen, die abseits der Universität Fuß fassen.
Wir freuen uns über jeden, der diesen Weg begleiten möchte, sei es als Theatermacher*in oder Zuschauer*in!

 

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Das Nachwuchstheaterformat SCHREDDER stellt vier Gruppen oder Einzel- personen ein Produktionsbudget, Probenräume für jeweils 20 Tage im Theater- haus Hildesheim e.V., sowie dramaturgische Unterstützung durch ein individu- elles Mentoring zur Seite. Die Auswahl der Gruppen erfolgt, wie im vergangenen Jahr, durch die Bewerber*innen selbst: Am sogenannten PITCH-Wochenende im Dezember 2018 werden die Teilnehmenden nach demokratischem Prinzip gewählt. Die Bewerber*innen stellen gemeinsam die Kriterien für die Auswahl auf. Die vier ausgewählten Gruppen ziehen ab Februar in das Theaterhaus ein, um an ihren Produktionen zu arbeiten. Nach der ersten Probenphase lädt jede Gruppe zu einem Testlauf ein, der Einblicke in ihre Forschungsarbeit bietet. Nach allen Testläufen folgt eine zweite Probenphase mit anschließendem SCHREDDER-Festival im Theaterhaus Hildesheim e.V. Es besteht die Möglich- keit die Inszenierungen bei einem Gastspiel erneut zu präsentieren.

Der BÜROKRATIE SCHREDDER 2018 in den letzten Zügen. Die Testläufe sind abgespielt, Feedback wurde diskutiert und der Festival-Spielplan wurde erstellt. Zeit um schon einen ersten Rückblick auf die vergangene Zeit zu wagen:

Alles fing an mit dem Thema BÜROKRATIE:

Das Nachwuchstheaterformat SCHREDDER stellt vier Gruppen oder Einzelpersonen ein Produktionsbudget, Probenräume im Theaterhaus Hildesheim e.V. und dramaturgische Unterstützung zur Seite. Die Aus- wahl der Gruppen erfolgt erstmalig nicht über eine externe Jury, sondern durch die Bewerber*innen selbst: am sog. PITCH-Wochenende im Januar 2018 werden die Teilnehmenden nach demokratischem Prinzip gewählt. Die Bewerber*innen stellen gemeinsam die Kriterien für die Auswahl auf. Der Austausch mit den anderen teilnehmenden Gruppen hilft, die eigene Arbeit zu reflektieren. Nach fünf Tagen Probenzeit lädt jede Gruppe zu einem Testlauf ein, der Einblicke in ihre Forschungsarbeit bietet. Nach allen Testläufen folgt eine zweite Probenphase mit anschließendem SCHREDDER-Festival (April 2018) im Theaterhaus Hildesheim e.V. Es be- steht die Möglichkeit die Inszenierungen nach einer dritten Probenphase bei einem Gastspiel erneut zu präsentieren.

„Alle schlechten Eigenschaften entwickeln sich in der Familie. Das fängt mit Mord an und geht über Betrug und Trunksucht bis zum Rauchen.“ - Alfred Hitchcock.

Wir sind alle Teil einer FAMILIE, ob es die leibliche ist, oder die selbst gesuchte, ob  man sie eng um sich schart oder versucht, sich ihr zu entziehen. Die FAMILIE ist die Keimzelle, in der alles beginnt und die kleinste Einheit gesellschaftlichen Zusammenlebens. FAMILIE heißt Zugehörigkeitsgefühl, Vertrauen, Herkunft und Heimat, genauso aber auch Verpflichtungen, Kindheitstrauma, Ehrgefühle, Stolz.

Ist Blut wirklich dicker als Wasser? Wie werden wir was wir sind? Welche Modelle von Familie können wir denken? Was macht Familienfeste so nervenaufreibend? Wie wollen wir zusammenleben?

Der SCHREDDER ist ein Nachwuchstheaterformat, das jungen Nachwuchskünstler*innen eine Plattform zum Ausprobieren und Präsentieren innovativer Theaterästhetiken gibt. Vier Gruppen oder Einzelpersonen erhalten ein Produktionsbudget, Probenräume im Theaterhaus Hildesheim und dramaturgische Unterstützung. Nach fünf Tagen Probenzeit lädt jede Gruppe zu einem Einblick in ihre Arbeit (betatest) ein, woraufhin eine zweite Probenphase mit anschließender Premiere beim SCHREDDER-Finale folgt. Eine unabhängige Jury kürt eine Gewinnerproduktion, welche die Möglichkeit bekommt, ihre Inszenierung nach einer dritten Probenphase nochmals im Theaterhaus Hildesheim und im LOT Theater Braunschweig zu präsentieren.

 

Probenzeitraum: 14. Februar bis 02. April 2016

Finale: 01. und 02. April 2016

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