Das Konzept des Schredders beruht auf einer simplen Idee: Was immer man in den Schredder hinein gibt – egal wie sperrig, groß und komplex es auch sein mag – wird zerteilt, in einzelne Aspekte zerlegt und dadurch überhaupt erst überschaubar, einsehbar und vielleicht sogar verständlich.

Schon seit 2009 setzen sich jedes Jahr junge Theatermacher|innen mit großen Themen auseinander und verhandeln diese in verschiedenen Theaterformaten auf der Bühne. Recherchearbeit mündet in ästhetische Formentwicklung, Wissenschaft trifft auf künstlerische Praxis.

Welcher Themenkomplex geschreddert werden soll, bestimmt das Leitungsteam. Nach der Verkündung des Wortes folgt eine Ausschreibungsphase, die den Wettbewerb einleitet. Aus allen eingesandten Konzepten wählt die Leitung vier Nachwuchsgruppen aus. Diese erhalten dann die Möglichkeit, jeweils eine Woche im Theaterhaus Hildesheim mit einen Produktionsbudget zu proben, um anschließend dort einen Zwischenstand (die sogenannte Preview) zu zeigen. Während der Woche werden den Gruppen überdies Mentor|innen an die Seite gestellt, die unter anderem ehemalige Studierende der Universität Hildesheim sind. Als professionelle Theatermacher beraten sie die Gruppen konzeptionell, dramaturgisch, ästhetisch und theaterpraktisch.

Nach einer zweiten, dreitägigen Probenphase, in der die Gruppen das Feedback nach der Preview verarbeiten, stellen sie sich dem Wettbewerb und dem Urteil einer unabhängigen Jury beim Schredder-Finale. Die von der Jury ausgewählte Gruppe gewinnt ein Gastspiel und somit die Chance ihre Produktion ein weiteres Mal vor neuem Publikum zu zeigen.

Das Format Schredder hat sich das Ziel gesetzt Rahmenbedingungen zu schaffen, die erste professionelle Theaterarbeit für junge Nachwuchsgruppen gewährleisten. Wir freuen uns über jeden, der diesen Weg begleiten möchte, sei es als Theatermacher|in oder Zuschauer|in!

 

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„Alle schlechten Eigenschaften entwickeln sich in der Familie. Das fängt mit Mord an und geht über Betrug und Trunksucht bis zum Rauchen.“ - Alfred Hitchcock.

Wir sind alle Teil einer FAMILIE, ob es die leibliche ist, oder die selbst gesuchte, ob  man sie eng um sich schart oder versucht, sich ihr zu entziehen. Die FAMILIE ist die Keimzelle, in der alles beginnt und die kleinste Einheit gesellschaftlichen Zusammenlebens. FAMILIE heißt Zugehörigkeitsgefühl, Vertrauen, Herkunft und Heimat, genauso aber auch Verpflichtungen, Kindheitstrauma, Ehrgefühle, Stolz.

Ist Blut wirklich dicker als Wasser? Wie werden wir was wir sind? Welche Modelle von Familie können wir denken? Was macht Familienfeste so nervenaufreibend? Wie wollen wir zusammenleben?

Der SCHREDDER ist ein Nachwuchstheaterformat, das jungen Nachwuchskünstler*innen eine Plattform zum Ausprobieren und Präsentieren innovativer Theaterästhetiken gibt. Vier Gruppen oder Einzelpersonen erhalten ein Produktionsbudget, Probenräume im Theaterhaus Hildesheim und dramaturgische Unterstützung. Nach fünf Tagen Probenzeit lädt jede Gruppe zu einem Einblick in ihre Arbeit (betatest) ein, woraufhin eine zweite Probenphase mit anschließender Premiere beim SCHREDDER-Finale folgt. Eine unabhängige Jury kürt eine Gewinnerproduktion, welche die Möglichkeit bekommt, ihre Inszenierung nach einer dritten Probenphase nochmals im Theaterhaus Hildesheim und im LOT Theater Braunschweig zu präsentieren.

 

Probenzeitraum: 14. Februar bis 02. April 2016

Finale: 01. und 02. April 2016

STADT – Zwischen Kleinstadt und Megaplex wächst und schrumpft eine urbane Landschaft. Sie ist die Bühne, auf der wir uns tagtäglich bewegen. Die Stadt ist anonym als auch identifizierend, ein Netz sozialer Interaktionen. Sie ist Lebensraum, Heimat, Feindbild. Ein universelles Subjekt, bürokratisch und mythenumwoben, statisch und im Wandel begriffen.

Zum siebten Mal wird der Schredder angeworfen und vier Gruppen bekommen die Chance, ausgestattet mit Probenzeit und Budget, die Stadt zu erkunden und dem Publikum neu zugänglich zu machen.

Wie lassen sich städtische Strukturen erfassen und gestalten? Welche Verhaltensweisen geben sie vor? Wo beginnt Stadt und wo hört sie auf?

Die Proben im Theaterhaus finden in zwei Phasen statt. Die erste Phase dauert acht Tage. Am fünften lädt die Gruppe zu einem Beta-Test ein. Den Gruppen ist selbst überlassen, wie sie dieses Format füllen. Ob mit einer öffentlichen Probe, eine Versuchsanordnung, Stadtführung, Podiumsdiskussion oder etwas ganz anderem. Nach einer zweiten Probenphase präsentieren dann alle Gruppen beim Finale am 17./18.April im Theaterhaus und der Stadt Hildesheim.

Der STADT-Schredder legt einen noch stärkeren Fokus auf das Thema der künstlerischen Forschung. Daher lädt der Schredder ein, künstlerische Arbeitsansätze in Bezug auf das Thema Stadt mit Referent_innen aus Wissenschaft und künstlerischer Praxis im Rahmen einer eintägigen Tagung am 30.April zu diskutieren.

 


Schredder Finale:


Sechs Wochen haben vier Gruppen zum Thema STADT geforscht, gebaut und geprobt. Sie haben die STADT geschreddert und zeigen nun, was sie daraus zusammen gesetzt haben.

Für diese Gruppen gibt es zwei Preise zu gewinnen. Das Festival-Publikum vergibt einen Publikums-Preis, die Gewinner-Gruppe wird für ein Gastspiel ans LOT-Theater nach Braunschweig fahren. Eine Fachjury wählt das Stadtkollektiv aus, welches eine weitere Produktion im Themenfeld STADT/Hildesheim realisieren darf. Gerahmt wird das Festival durch Vorträge, Workshops und eine Party.

Zeitplan:

WasGruppeStückDatumUhrzeitKarten
Vorabend Livestream der Buchveröffentlichung von Public Art (NOW) 16.04.2015 20:00 nicht nötig
Finale Tag 1 Zwietracht Hildesheim BIG SHITTY LIFE 17.04.2015 15:30 hier
Finale Tag 1 Zwietracht Hildesheim BIG SHITTY LIFE 17.04.2015 18:00 hier
Finale Tag 1 Kollektiv Deschno Broiler Room 17.04.2015 21:00 hier
Finale Tag 2 Gabi Stapler  Planta Urbana  18.04.2015 14:30 hier
Finale Tag 2 Anna Döge, Lena Iversen, Laura Kallenbach   Menschen der Stadt  18.04.2015 12:30 hier
Finale Tag 2 Anna Döge, Lena Iversen, Laura Kallenbach   Menschen der Stadt  18.04.2015 16:30 hier
Finale Tag 2 Gabi Stapler  Planta Urbana   18.04.2015 20:00 hier 

Von Verona bis Venedig / über König Lear zu Macbeth /

vom höchsten Balkon des Hauses Capulet / bis zum verstaubtesten Schädel, den Hamlet jemals in seiner Hand gehalten hat /

es ist soweit:

Zum sechsten Mal heißt es im Theaterhaus Hildesheim: Es wird geschreddert! Nach den Begriffen Schiller, Bibel, Kapitalismus, Deutschland und Afrika widmet sich die diesjährige Ausgabe einer Persönlichkeit, die seit fast einem halben Jahrtausend einen unanfechtbaren Platz im Theater behauptet. Ob man will oder nicht, an diesem Dichter und Theatermacher – sofern es ihn als konkrete Person gab – kommt man nicht vorbei. Die Rede ist von William Shakespeare. Im April 2014 jährt sich zum 450. Mal Shakespeares Geburtstag. Das soll gefeiert und geschreddert werden. Wie verhält man sich zum wohl bekanntesten und meistinszenierten Dramatiker der Welt? Ist es möglich, im zeitgenössischen Theater neue Blicke auf ein Phänomen zu werfen, das das Theater maßgeblich mitgeprägt hat? Auf diese Fragen suchen wir Antworten. Ihr seid herzlich eingeladen mitzusuchen. Das Theaterhaus Hildesheim lädt auf ein Neues zu seiner Spielreihe für junge Theatermacher|innen ein. Vier Gruppen stellen sich der Herausforderung, das Phänomen Shakespeare durch eigene Zugriffe und Perspektiven zu beleuchten.

Afrika – der mythische Sehnsuchtsort, das Versprechen von Ursprünglichkeit und Harmonie mit der Natur. Afrika – der Kontinent der Schwachen und Abhängigen. Tatsächlich verändert sich der Kontinent seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts in atemberaubender Geschwindigkeit. Heute ist « der schwarze Kontinent » kein bloßes Opfer seiner Geschichte mehr. « Afrika » ist « Zukunft ». Umso dringender wird es für uns, einen neuen Blick auf alte Sichtweisen, Stereotype und Gewissheiten zu werfen: Vier Gruppen machen sich auf, das Thema Afrika in seine Einzelteile zu zerlegen und zur Aufführung zu bringen.