Hereinspaziert meine Damen und Herren, hier und heute betrachten Sie das Leben, wie Sie es noch nie gesehen haben. Tauchen Sie ein in eine düstere Märchenwelt, in ein vielschichtiges Universum, in dem sich Vergangenheit und Zukunft, Magie und Fiktion verbinden. Erleben Sie den Mensch in der Maschine, der darauf wartet erweckt zu werden. Schauen Sie hin, hören Sie zu, doch lassen Sie sich nichts erzählen, denn hier im Labor der schlafenden Bilder zählt nur Ihre eigene Sicht auf die Dinge.

Das Theaterkollektiv Mennerdy beschäftigt sich in seiner Produktion "Carmina Mechanica" mit der zunehmenden Technisierung des Menschen. Smartphones und Computer sind alltäglicher Bestandteil unseres Lebens geworden, ebenso sind Prothesen und Herzschrittmacher längst nichts Ungewöhnliches mehr. Der Cyborg (die Verbindung von Mensch und Maschine) lebt bereits unter uns. Die Wiederherstellung, Erweiterung und Verbesserung des  Körpers und der Sinnesorgane ist seit längerem keine Science-Fiction mehr, sondern gegenwärtiges Thema der Forschung. Der rasante technische Fortschritt ist dabei, unser Leben grundlegend auf den Kopf zu stellen. Mennerdy fragen nach den Auswirkungen und Veränderungen, die dieser Fortschritt mit sich bringt. Wie funktioniert Kommunikation unter diesen Voraussetzungen, wie kann gemeinschaftliches Leben im Zeitalter der Technik aussehen und wird es  den Menschen wie wir ihn heute kennen in  Zukunft überhaupt noch geben? 

Mennerdy machen ihre Perspektive zugänglich, tauchen gemeinsam mit dem Publikum ein in märchenhafte Realitäten aus Sound, Licht, Körpern und Technik und erzählen reale Märchen über die Erschaffung von Leben, die damit einhergehenden Chancen aber auch von ihrer Vergänglichkeit bis hin zum Tod. Fernab von Bedeutungen stehen sich Bilder gegenüber, die in die Zukunft und das Wesen der Menschheit blicken lassen.

Von und mit:
Malte Andritter
Jonas Feller
Nico Franke
Hans Peters