Das Förderprogramm deBühne des Theaterhaus Hildesheim e.V. geht 2018/2019 in die nächste Runde. Die deBühne fördert die Professionalisierung junger Theatergruppen, die sich mittelfristig eine feste Form geben wollen und ein Produzieren in der Freien Szene anstreben. Die Ausschreibung richtet sich an junge Theatermacher*innen am Ende ihrer Ausbildung oder ihres Studiums, die ihren Wohnsitz in Niedersachsen haben.

Das Arbeiten unter Freien Bedingungen stellt nicht nur künstlerische, sondern vor allem auch organisatorische Anforderungen an Theaterschaffende. Die Entwicklung von Konzepten, die Antragstellung, die Organisation von Proben- und Aufführungsräumlichkeiten, Ausstattung und personeller Unterstützung, die Umsetzung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur Projektabrechnung gehören zum Alltagsgeschäft. Für viele junge Theatermacher*innen ist das noch Neuland. Der Theaterhaus Hildesheim e.V. unterstützt im Rahmen seiner Hausreihe deBühne drei junge Gruppen bei ihrem Schritt in das Arbeiten unter professionellen Freien Bedingungen. Die ausgewählten Gruppen realisieren eine Produktion und werden dabei finanziell, ideell und beratend durch das Theaterhaus-Team unterstützt und begleitet.

Theater Kirschrot gründen den Club der Dickköpfe & Besserwisser!
Willkommen sind alle Schlaumeier, Rumdiskutierer und die, die die Weisheit mit dem Löffel gefressen haben; alle sturen Böcke, Trotzköpfe und die, die mit dem Kopf gegen die Wand laufen.

Ein Theaterstück für und mit Hörenden und Hörgeschädigten ab 10 Jahren

Premiere:
19. Februar 2015
10 Uhr
Theaterhaus Hildesheim


In Zusammenarbeit mit dem Institut für Übersetzen der Universität Hildesheim sowie dem Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte Hildesheim

Gefördert im Rahmen der deBühne im Theaterhaus Hildesheim e.V.

Gefördert von:
Friedrich Weinhagen Stiftung, Sparkassenstiftung Hildesheim, Fonds Soziokultur

  ist ein Stück von VOLL:MILCH und drei ExpertInnen über Sprache, Unterdrückung, das Wetter und Revolution. VOLL:MILCH steht nicht mehr alleine auf der Bühne und keiner spricht für sich. 

Für „ " arbeiten VOLL:MILCH im Rahmen der deBühne Reihe des Theaterhaus Hildesheim mit drei ExpertInnen des Alltags zusammen. Diese verbindet ihre besondere Beziehung zu Sprache und Sprechen und vor allem zu der Sprache einer Minderheit, der Gebärdensprache. In diesem Sinne geht es bei „ " auch immer um die Möglichkeiten von gesellschaftlicher Veränderung, Revolution und die Wirkmächtigkeit von Widerstand. 

Die Arbeit an „ " ist nicht nur die Erarbeitung einer Inszenierung, sondern auch eine intensive Beschäftigung mit Themen aus der Gehörlosenkultur und deren langjähriger Unterdrückung. Die deutsche Gebärdensprache wurde bis in die 80er Jahre aktiv unterdrückt. Hörgeschädigten war es an Schulen und Ausbildungsstätten nicht erlaubt, sich über Gebärden zu verständigen. 1998 wurde nach 118 Jahren der Unterdrückung die Deutsche Gebärdensprache (DGS) politisch anerkannt und erst 2002 mit dem Behindertengleichstellungsgesetz (§ 6 BGG) rechtlich als eigenständige Sprache anerkannt.

VOLL:MILCH setzt mit dieser Arbeit ihr Forschen an den Themen Sprache, Identität, Repräsentation und Wirkmächtigkeit fort.

VOLL:MILCH erachtet die Gebärdensprache in ihrer visuellen Ausrichtung als enorm wertvolles Theatermittel. Dieser visuelle Schwerpunkt schlägt sich in der Form des Theaterabends nieder: Wir arbeiten mit großen Bildern und lassen zum Teil bekannte und zum Teil weniger bekannte Theatermaschinerien für uns zaubern. Zusammen mit den ExpertInnen wollen wir die gesprochene Sprache brüchig werden lassen und erforschen, was darunter liegt. Denn im Unterschied und in der Gegenüberstellung von Kommunikationskonzepten liegt, wie wir glauben, ein sehr großes Potential für zeitgenössisches Performance Theater.

 

mit Jörg Apel, Marion Jansen, Paula Löffler, Stephan Mahn, Birk Schindler, Ekaterina Trachsel, Sebastian Rest, Saskia Zimmermann

Hereinspaziert meine Damen und Herren, hier und heute betrachten Sie das Leben, wie Sie es noch nie gesehen haben. Tauchen Sie ein in eine düstere Märchenwelt, in ein vielschichtiges Universum, in dem sich Vergangenheit und Zukunft, Magie und Fiktion verbinden. Erleben Sie den Mensch in der Maschine, der darauf wartet erweckt zu werden. Schauen Sie hin, hören Sie zu, doch lassen Sie sich nichts erzählen, denn hier im Labor der schlafenden Bilder zählt nur Ihre eigene Sicht auf die Dinge.

Das Theaterkollektiv Mennerdy beschäftigt sich in seiner Produktion "Carmina Mechanica" mit der zunehmenden Technisierung des Menschen. Smartphones und Computer sind alltäglicher Bestandteil unseres Lebens geworden, ebenso sind Prothesen und Herzschrittmacher längst nichts Ungewöhnliches mehr. Der Cyborg (die Verbindung von Mensch und Maschine) lebt bereits unter uns. Die Wiederherstellung, Erweiterung und Verbesserung des  Körpers und der Sinnesorgane ist seit längerem keine Science-Fiction mehr, sondern gegenwärtiges Thema der Forschung. Der rasante technische Fortschritt ist dabei, unser Leben grundlegend auf den Kopf zu stellen. Mennerdy fragen nach den Auswirkungen und Veränderungen, die dieser Fortschritt mit sich bringt. Wie funktioniert Kommunikation unter diesen Voraussetzungen, wie kann gemeinschaftliches Leben im Zeitalter der Technik aussehen und wird es  den Menschen wie wir ihn heute kennen in  Zukunft überhaupt noch geben? 

Mennerdy machen ihre Perspektive zugänglich, tauchen gemeinsam mit dem Publikum ein in märchenhafte Realitäten aus Sound, Licht, Körpern und Technik und erzählen reale Märchen über die Erschaffung von Leben, die damit einhergehenden Chancen aber auch von ihrer Vergänglichkeit bis hin zum Tod. Fernab von Bedeutungen stehen sich Bilder gegenüber, die in die Zukunft und das Wesen der Menschheit blicken lassen.

Von und mit:
Malte Andritter
Jonas Feller
Nico Franke
Hans Peters

Theater-Kleinkunst-Performance von und mit Stephan Dorn & Falk Rößler

 

Einer steht da und erzählt wie es ist. Man könnte sich mit ihm unterhalten, aber meistens unterhält er nur die andern.
Und dann stehen da Zwei und üben Kraft aus. Gegen den Feind: das Kapital, gegen einander, gegen sich selbst. Man schlägt zu und schlägt… ins Leere.
Früher wurde man sogar beschattet, aber das ist lange her.
Wenn ich diesen Kaffee trinke, stirbt irgendwo ein afrikanisches Baby, und wenn ich mir den leeren Becher ans Ohr halte, kann ich in der Ferne einen Eisbären zu nah an die Stadt kommen hören. Wegen Essensresten.

 

Stephan Dorn und Falk Rößler nutzen das Spektrum der Kleinkunst - von Kabarett über Pantomime und Zauberei bis zur Jonglage - um herauszufinden, was kritische Kunst war, ist und womöglich (nicht mehr) sein kann.

 

Dorn & Rößler sind künftige Absolventen der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen und unter anderem Mitglieder des Theaterkollektivs FUX. Sie haben einzeln und gemeinsam zahlreiche Theaterarbeiten realisiert, in denen sie meist eine Verbindung von Spielfreude, ästhetischen Experimenten und relevanten aktuellen Fragestellungen anstreben. Dabei kombinieren sie Schauspieltheater, Performance, Musik, Kleinkunst und Choreographie zu ungewöhnlichen Theaterbastarden.

Von und mit:
Stephan Dorn & Falk Rößler (Konzept, Texte, Musik, Performance)
Jost von Harleßem (Technik, Raum, Design)
Alessia Neumann (Produktion)
Katharina Sendfeld (Kostüme, Raum)
Michaela Stolte (Dramaturgie)
besonderer Dank an Nele Stuhler, Björn Mehlig, Marcus Droß, Heike Rößler

 

mit freundlicher Unterstützung durch:
Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen
Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt
Hessische Theaterakademie
hessische Film- und Medienakademie
Z / Raum für zeitgenössisches Theater Frankfurt

 

 

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Die deBühne hat Premiere!

Ab sofort gibt es im Theaterhaus einen Ort für erste Inszenierungen und Debüts aller Art.

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