Das LOT-Theater Braunschweig öffnet im Juni drei jungen Durchstartern der niedersächsischen freien Theaterszene Türen & Bühne. Mit dabei sind auch Hildesheimer Ensembles, deren aktuelle Produktionen ihr für 15/5 Euro einzeln bzw. 30/10 Euro im Dreierpack genießen könnt! Anschließende Gespräche bei Wein, Bier oder Fritz Spritz sind ausdrücklich gewünscht.

15. & 16.06.2015 | 19.30 Uhr

Theaterkollektiv Dittrich Frydetzki, Dreit, Flegel, Froelicher, Grief, Melzer, Worpenberg
Publikum – work in progress


17. & 18.06.2015 | 19.30 Uhr

Markus&Markus
Ibsen: Gespenster

19. & 20.06.15 | 19.30 Uhr

vorschlag:hammer
Die Leiden der jungen Wörter // auch zu sehen am 08. & 09.07.2015 im Theaterhaus Hildesheim


Alle drei jungen niedersächsischen Gruppen sind im deutschsprachigen Raum unterwegs auf bekannten Theaterfestivals wie dem IMPULSE THEATER FESTIVAL in NRW, dem FESTIVAL PREMIÈRES – JUNGE EUROPÄISCHE REGISSEURE am Badischen Staatstheater in Karlsruhe (kuratiert von Barbara Engelhardt) oder Festival 100° in Berlin. Sie bekommen Spitzenförderung in anderen Bundesländern und werden nun auch in Braunschweig gezeigt, gefördert von der Stiftung Niedersachsen und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.


KURZBESCHREIBUNGEN

Publikum – work in progress | Ausgehend von der Debatte um den Wert von "Care"-Arbeiten wie Pflege und kollektivem Sorgetragen, stellt das Theaterkollektiv das Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft auf die Probe: Die Performance entwirft eine Atmosphäre der Intimität, in der sich Zuschauende und Performende gegenübertreten, voneinander abgrenzen und Möglichkeiten neuer Beziehungen aushandeln.

Ibsen: Gespenster | Ibsens Osvald bittet seine Mutter, ihm Sterbehilfe zu leisten – Markus&Markus haben ihren Osvald mit einer Person besetzt, die mit einer Sterbehilfeorganisation den eigenen Tod geplant hat. Das Stück ist eine Hommage, ein feierliches Requiem, ein Museum. Auf der Bühne prallt ein gesellschaftlicher Diskurs auf ein Drama, dessen Hauptfigur bereits tot ist.

Die Leiden der jungen Wörter | In Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“ erzählt der Protagonist immer nur von sich und seinem Erleben. Die Intimität des Briefs legt den Grundstein zur Äußerung maximaler Subjektivität und Selbstbezogenheit. Die Spieler sezieren den Roman, forschen nach Figuren möglicher Gefühlsäußerung und einer Erweiterung durch das Theater abseits des literarischen Texts, suchen nach Differenzen, die zwischen einem Sprechen über Gefühle und einer unmittelbaren Gefühlsäußerung liegen.