Universität Hildesheim und Musikschule Hildesheim kooperieren für die Koordination des Kulturangebotes in der Mackensen-Kaserne

Hildesheim. Am 25. Januar konstituierte sich die Koordinationsstelle Kultur Mackensen-Kaserne. Kooperationspartner hierfür sind die Musikschule Hildesheim, vertreten durch Herrn Detlef Hartmann (Leiter) und Herrn Christian Kowalski-Fulford (stellv. Leiter), die Universität Hildesheim, vertreten durch Herrn Dr. Daniel Gad (Institut für Kulturpolitik, UNESCO-Lehrstuhl) und den Arbeiter-Samariter-Bund Hannover vertreten durch Herrn Rik Buschmann (Leiter Sozialdienst Mackensenkaserne).

Aufgabe der Koordinationsstelle ist die Organisation, Bündelung, thematische Akzentuierung, Vermittlung und Durchführung von kulturellen Angeboten interessierter Hildesheimer Kulturinstitutionen sowie der unterstützenden Hildesheimer Wirtschaft, Stiftungen und weiteren Institutionen sowie der Bürgerschaft, die für die Bewohner*innen der Mackensen-Kaserne zweckgebundene Mittel zur Verfügung stellen möchten.

Die Idee zur Gründung dieser Koordinationsstelle entstand aus den vielfältigen Erfahrungen der Zusammenarbeit Musikschule-Universität und dem Bereich Sozialarbeit der Mackensen-Kaserne heraus, die deutlich werden ließen, dass allein das Zusammenführen der Hildesheimer Kulturangebote bereits eine unschätzbare Unterstützungsarbeit für die, die Flüchtlinge zu betreuenden Einrichtungen, darstellen kann. Ebenso bietet die Koordinationsstelle den anbietenden Kulturschaffenden eine Beratungsmöglichkeit an, ihr Angebot zeitlich, inhaltlich und räumlich (ggfls. auch extern) abgestimmt umsetzen zu können, sowie die Klärung der organisatorischen Rahmenbedingungen zu vereinfachen.

Weitere Gründe für die Schaffung einer Koordinationsstelle, die in der Musikschule installiert wird, sind nicht nur ihre räumliche Nähe zur Mackensen-Kaserne, sondern auch die Tatsache, dass bereits auf die Erfahrung aus vielfältig funktionierenden Projekten zurückgegriffen werden kann. Des Weiteren sind insbesondere die Musikschulen bundesweit dazu aufgerufen, für Projekte Kultureller Bildung mit Geflüchteten (vornehmlich im Alter von 3 – 18 Jahren), die in Kooperation mit lokalen, sich in ihren Aufgaben ergänzenden Bündnispartnern umgesetzt werden, Konzepte zu erstellen und umzusetzen. Ein Sonderförderprogramm des Bundes, vermittelt über den Verband deutscher Musikschulen, bildet hierzu die Basis. Um die Finanzierung bestmöglich im Sinne der Geflüchteten einsetzen zu können, ist die Koordinationsstelle auf eine breite Annahme bei allen Initiator*innen kultureller Projekte angewiesen. Einige Projekte, die im unterschiedlichen Zusammenwirken mit unter anderem dem Theaterpädagogischen Zentrum, der cluster Sozialagentur, der AWO und des Center for World Music sowie weiterer Bereiche der Universität und der Musikschule Hildesheim entstanden sind bzw. entstehen, werden parallel zur Gründung der Koordinationsstelle in das Antragsverfahren zur Förderung durch den VdM bzw. dem Bund eingebracht.

Parallel hierzu hat der Hildesheimer UNESCO-Lehrstuhl im Dezember 2015 einen Dialogprozess mit Kultur- und Bildungsinstitutionen sowie Einzelakteuren in Hildesheim begonnen, bei dem Potenziale und Bedarfe beleuchtet werden, inwiefern der Integrationsprozess von Geflüchteten in Hildesheim über Kunst- und Kulturaktivitäten gefördert werden kann. Auf diese Weise soll ein derzeit ausstehender Überblick über das, was bereits geschieht und das, was denkbar ist, erstellt werden. Dies soll in eine kulturpolitische Strategie für die Stadt Hildesheim münden.

Erreichbar ist die Koordinationsstelle ab sofort unter:
Telefon: 05121 206779-77 (mit AB)
Fax:      05121 206779-99
Email: