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Geschichte

Als 1990 der Verein für freie Theaterkultur Buffo e.V. gegründet wurde, war die Idee schon lange überfällig. Studenten und Absolventen des Studiengangs „Kulturpädagogik“, später „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“, gründeten ein freies Theaterensemble nach dem anderen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Notwendigkeit erkannt wurde, sich zu organisieren.
Der Buffo e.V. nutzte hauptsächlich die Räume der Kulturfabrik Löseke für seine Aufführungen und benannte sich 1999 in Theaterhaus Hildesheim e.V. um. Inzwischen war die „Hildesheimer Schule“ der freien Theatergruppen auch überregional zu einem Geheimtipp geworden.


Das Theaterhaus am Ostertor

Noch im selben Jahr bezog der Verein ein eigenes Gebäude am Ostertor im Herzen der Stadt. Dieser zentrale Ort wurde für über ein Jahr, durch die im Verein organisierten Ensembles und der finanziellen Unterstützung des Landes Niedersachsen, zu einer überregional beachteten Spielstätte für Freies Theater. Die hohe Dichte an Freien Theatern in Hildesheim garantierte ein reichhaltiges Angebot für das Theaterhaus. Dazu gab es Festivals, renommierte Gastspiele sowie Kooperationen mit dem Theaterinstitut der Universität Hildesheim und dem Stadttheater Hildesheim.
Der Verein erlebte jedoch einige Rückschläge. Überregionalem Renomé standen wachsende Finanzierungsprobleme entgegen. Im Jahr 2001 musste das Theaterhaus am Ostertor schließen und zog 2002 in eine Lagerhalle am Langen Garten. Trotzdem löste sich zwischen 2001 und 2004 eine Vielzahl der etablierten Gruppen auf, und etliche freie Theatermacher verließen die Stadt.


Generationenwechsel im Vorstand

Engagierte Mitglieder des Vereins hielten die Vereinsstruktur aufrecht und übergaben 2005 den Vorstand an eine neue Generation.
Diese erkundete mit frischem Elan die Möglichkeiten, gute Rahmenbedingungen für Freies Theater in Hildesheim zu schaffen. Damit ist die Spielstätte erneut zu einer wichtigen Institution für freie Gruppen geworden.
Der laufende Betrieb des Vereins, seine beratenden Tätigkeiten, seine Lobbyarbeit und die verstärkte Netzwerkbildung ermöglichen sowohl den verbliebenen etablierten als auch den jüngeren Gruppen die Existenz und geben ihnen einen Aufführungs- und Produktionsraum in Hildesheim.


Anerkennung durch das Land Niedersachsen

Seit 2007 erhält der Theaterhaus Hildesheim e.V. eine Konzeptionsförderung des Landes Niedersachsen ("Spitzenförderung im Bereich Freies Theater und Tanz"). Die Förderung ermöglichte dem Haus einen weiteren Entwicklungssprung. Mitarbeiter des Vereins hatten sich bis dahin ehrenamtlich engagiert. Durch die Förderung konnten mehrere geringfügige Beschäftigungsverhältnisse geschaffen werden. Dies führte zu einer stetig voranschreitenden Professionalisierung der Organisationsstruktur und ermöglichte die nachhaltige Weiterentwicklung des Vereins und der Spielstätte.