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Fräulein Wunder AG ist keine Aktiengesellschaft, keine Girl-Band, kein literarisches Fräuleinwunder, sondern seit 2006 künstlerischer Deckname für eine Arbeitsgemeinschaft, die aus fünf Frauen und einem Mann besteht.
Als Theaterschaffende provozieren sie visionäre und utopische Fragestellungen und machen auch mal Wünsche wahr, sofern dies mit künstlerischen Strategien und minimalen finanziellen Ressourcen möglich ist. Affirmation und Provokation, maximaler Körpereinsatz und maximale Zeitinvestition, High und Low Culture, Vermittlung und künstlerische Freiheit bilden keinen Widerspruch, sondern sind Herausforderung jeder künstlerischen Arbeit der Fräulein Wunder AG.
Das interdisziplinäre Arbeiten zwischen Performance, Schauspiel, Installation und Video mittels kollektiver Kreativität sind geprägt durch ihr gemeinsames Studium der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis bzw. Szenischen Künste an der Universität Hildesheim. Alle Mitglieder sind zugleich KonzeptentwicklerInnen, DramaturgInnen, RegisseurInnen und PerformerInnen in einem. Gäste und assoziierte KünstlerInnen werden in diese Arbeitsweise integriert.
Die Fräulein Wunder AG experimentiert mit Formen künstlerischen Arbeitens innerhalb und außerhalb tradierter ästhetischer- wie sozialer Theaterstrukturen und will Theater als ein Medium unserer Zeit gestalten und vermitteln. Ob sie einen mythischen Stoff (Freischwimmen! Mit Medea im Blutbad), einen fiktionalen Roman (Lonely Crowd) oder Wunschbilder von StadtbewohnerInnen (Pimp my Town) als Ausgangspunkt nimmt, immer untersucht sie auch die Strukturen, die den gesellschaftlichen Alltag prägen und sucht nach einer ästhetischen und persönlichen Positionierung zu den inneren und äußeren Entwicklungen der Jetzt-Zeit. So transformiert die Fräulein Wunder AG in ihren Performances Wissensvermittlung und dokumentarische Sozialstudie in unterhaltsame, filmische und theatrale Bilder und Aktionen, die den Anspruch haben intelligente Popkultur zu sein.
Pressestimmen zu "(I can't get no) SATISFACTION"
„Die Gruppe blickt mit Köpfchen und einer Prise (Selbst-) Ironie hinter die Fassade heutiger Popkultur. Installationen und Videos verleihen der Performance den Charakter einer dokumentarischen Sozialstudie, die trotz oder gerade wegen der pseudo-theatralischen Bilder ungemein unterhaltsam ist.“
„Popkultur mit Köpfchen“ In: Wiener Zeitung, 25. April 2008
"Auf ihrer Fahrt durch Deutschland auf der Suche nach allen nur möglichen Formen des Rausches – Drogen, Orgien, Tauchen, Lach-Yoga, Schmerz, Fußballspiele und Rockkonzerte – kam ein lustiges Doku-Roadmovie, gekreuzt mit einer Reality-TV-Persiflage heraus. (…) Eine unterhaltsame, abwechslungsreiche und meist recht gekonnt mit ihren Mitteln spielende Show, die in dem seit Jahren aus unterschiedlichen Kontexten Retro-Trash-Setting von Glitzerperücken, Stöckelschuhe und pinken Leggings daher kommt. Der große Rausch ist eben auch nur geliehen."
Judith Helmer: „Freischwimmer 08. Sprung in die Brause“ In: Corpus, 19. April 2008
"Der ursprüngliche Anspruch des Rausch-Road-Trips einer politisch praktischen kulturwissenschaftlichen Forschungsreise weicht bald einem eher ernüchternden Ergebnis: Auch der Rausch ist längst ökonomisiert und vom Lifestyle einverleibt worden. Neue Frisuren, Hobbies und ein unterhaltsamer Abend sind das, was davon übrig bleibt. (…) Es folgt rauschender Applaus. Wien glaubt anscheinend an die Fräulein Wunder AG. Hallelujah!"
Valerie Kummer: „I can get a girlie action – ‚Cause I try and I try and I try'" In: brut im Rausch. Festivalzeitung Freischwimmer 2008.
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website http://www.fraeuleinwunderag.net
was (I can't get no) SATISFACTION
Power of Pussy
Produktionen
2004
Freischwimmen - mit Medea im Blutbad!
eine Site-Specific-Performance im Schwimmbad der Domäne Marieburg, Hildesheim.
2006
Lonely Crowd
eine Site-Specific-Performance in der Großküche der Ledebur-Kaserne, Hildesheim.
Premiere auf dem internationalen Theaterfestival transeuropa
Pimp my Town - dein Hildesheim, noch schöner!
eine interaktive Stadtraumperformance.
Entstanden im Rahmen des Raumsauger, Stadt.Leben.Festival Hildesheim
Uraufführung der Dokutainment-Filmreihe von Gernot Wöltjen zu Pimp my Town - dein Hildesheim, noch schöner!
Ein interaktiver Filmabend im Pavillon des Stadttheater Hildesheim
2007
Pimp my Neustadt - drei Wünsche hast du frei!
eine interaktive Stadtraumperformance.
1. Bremer Gärtenfestival, Schwankhalle Bremen
Uraufführung des Dokutainment-Films von Gernot Wöltjen zu Pimp my Neustadt - drei Wünsche hast du frei!
Nachwuchsfestival Out Now! Schwankhalle Bremen
heul doch... ein kollektiver Abgesang
Ein interaktives Abschiedskonzert vom Pavillon des Stadttheater Hildesheim
2008
(I can't get no) SATISFACTION
Ein theatrales Road-Movie
Ausgewählt für das Freischwimmer-Festival 2008.
Aufgeführt in den Sophiensaelen Berlin, Gessnerallee Zürich, brut Wien, FFT Düsseldorf, Kampnagel Hamburg, Eishalle Domäne Marienburg-Hildesheim und Waggonghalle Marburg.
2009 - in Arbeit
The Power of Pussy - ein Feminismusreport.
In Koproduktion mit dem LoffT Leipzig und dem Theaterhaus Hildesheim.
Kontakt
fraeulein.wunder.ag(at)gmx.de
www.fraeuleinwunderag.net
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