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ASPIK

Das Hildesheimer Off-Theater ASPIK besteht seit 1988 und hat sich sowohl mit internationalen Koproduktionen als auch mit Inszenierungen an theaterfremden Orten einen Namen gemacht. Das künstlerische Konzept von ASPIK ist geprägt von einem fruchtbaren Crossover der Künste. Stilprägend war von Beginn an der Sound, da im Ensemble neben Schauspielern auch Musiker unterschiedlicher Stilrichtungen arbeiten. Hinzu kommen – je nach Inszenierung – KünstlerInnen aus den Bereichen Film und Video, Modedesign, Performance und Bildende Kunst.

Auch bei der Auswahl der Themen, die auf die Bühne gebracht werden, sowie der Spielorte und Kooperationspartner hat sich ASPIK als äußerst offen und flexibel profiliert.

Eine entscheidende Inspirationsquelle sind internationale Kooperationen mit Ensembles und Einzelkünstlern aus anderen europäischen Ländern. Dazu gehören u. a. die Desperate Optimists (Großbritannien), das Local Theatre (Israel) und das Teatr Cinema (Polen).

Gern arbeitet ASPIK an theaterfremden Orten: Einige der Inszenierungen fanden z. B. in einem Bergwerkstollen, in einer alten Industriehalle, in einem Supermarkt und in Museen statt.

Inhaltlich verfolgt die Gruppe zwei Wege: Zum einen finden dramatische und epische Textvorlagen Verwendung, die für die jeweilige Raumsituation und personelle Besetzung bearbeitet werden. Ein Beispiel ist die Inszenierung von Woyzeck (1998) nach Georg Büchner, gespielt in internationaler Besetzung in einer 50 Meter tiefen Industriehalle, mit der ASPIK bei dem niedersächsischen Theaterfestival “ARENA 1999” den Publikumspreis gewann.

Zum anderen werden Stücke in der Auseinandersetzung mit aktuellen Zeitphänomenen auf der Grundlage einer thematischen Schwerpunktsetzung selbst entwickelt. So beispielsweise in Contact (1999), einer inszenierten Modenshow, die unter anderem bei dem viel beachteten Festival “Home&Away” der EXPO 2000 in Hannover gezeigt wurde, und in der Performance Discounter (1998), gespielt in einem echten Supermarkt.
Aktuell hat sich Theater ASPIK mit dem Stück „Patrioten im Herz“ in Form eines performativen Museumsbesuch dem Thema Patriotismus zugewandt.
Die Inszenierung war neben Stücken von Sebastian Nübling, Marie Brassard u. a., Beitrag zum zeitgenössischen Theatertreffen „auawirleben“ in Bern 2004.

Theater ASPIK ist eins von sieben Freien Theatern in Niedersachsen, das seit 2001 vom Land Niedersachsen durch die neue Konzeptionsförderung unterstützt wird. Darüber hinaus finanziert sich die Gruppe, neben Eintrittsgeldern vor allem durch weitere Fördermittel der öffentlichen Hand und durch Drittmittel.



website
http://www.theateraspik.de


Produktionen seit 2000
2000
Der kürzeste Tag. Ein Journal ohne Handke
deutsch-israelische Koproduktion nach Handkes “Das Gewicht der Welt”

Die Stunde da wir nichts voneinander wussten
von Peter Handke – deutsch-polnisch-israelische Koproduktion

2001
WROOMMM!
Eine Inszenierung über den Kult der Geschwindigkeit

2002
Hinterland
nach Motiven zum Film "Noorderlinger" von A. Warmerdam
„auawirleben“, Bern 2004

2003
Indien
Koproduktion mit Theater Aspik und dem Stadttheater Hildesheim
Patrioten im Herz feat. Dyane Neiman - Heimat, Busen, Radio.
Ein Museumsbesuch

2004
Die Nibelungen
Schauspiel F. Hebbel, Koproduktion mit Theater Aspik und dem Stadttheater Hildesheim
Tati Time
Schauspiel nach Motiven zu Leben und Werk von Jacques Tati


Kontakt
Uli Jäckle
Feldstr. 13
31188 Holle
Tel.: ++49- 05062- 897 303
info(at)theateraspik.de
www.theateraspik.de